11 04 2012

Welcome to Bolivia!

 

Vor gut einer Woche sind wir in La Paz angekommen, nachdem wir die ca. 4.600m hohe Grenze passiert haben. La Paz selbst liegt zwischen 3.200m und 4.100m; unsere Hostels etwa bei 3.800m. Bereits jetzt sind wir uns in einem sicher: Bolivien haben wir bislang auf unseren Urlaubsplänen ungerechtfertigter Weise unterschätzt. Bolivien ist in vielerlei Hinsicht extrem und beinahe hätten wir den Fehler gemacht, La Paz auf dem Weg nach Peru eher als Durchgangsstation zu betrachten. Da unser Ende in Südamerika nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt, werden wir uns aber dennoch nur den Bergregionen widmen. Und selbst diese haben natürlich deutlich mehr zu bieten, als wir noch an Zeit übrig haben. Der direkt hinter La Paz angrenzende Übergang in die Tropenregionen ist geprägt von immens steil abfallenden Berghängen  – kurz gesagt: oben 4.000m + x unten 1.000m. Dazu später noch mehr. Ansonsten werden wir die tieferen Regionen und viele andere Landesteile auf einen späteren Urlaub verschieben müssen.

 

Bolivien erscheint uns bislang im Vergleich zu den bisherigen Ländern sehr arm. Außer in den etwas wohlhabenderen Vierteln von La Paz sind die Häuser einfachste Ziegelbauweise ohne jeglichen Verputz geschweige denn Beheizung. Das Straßenbild ist gekennzeichnet von unzähligen Kleinstgewerbetreibenden und auch wieder von vielen Almosenempfängern, so dass Kleingeldsammeln eben darum wieder ein wichtiger Bestandteil beim Bezahlen in Restaurants oder Hostels wird.

 

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Der Canyon von La Paz. Im Hintergrund sieht man den Illimani (6.438m); größter Berg in der Cordillera Real und zweithöchster in Bolivien.

 

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Der Illimani mit seinen zwei Spitzen. Ein beeindruckender Klotz.

 

 

 

 

  

Bolivien ist unglaublich günstig für europäische Verhältnisse. Gestern hatten wir ein richtig dickes Filetsteak für 4,5€, welches in Argentinien oder bei uns nicht hätte besser zart medium angebraten sein können. Lediglich Rosi in Trier macht’s durch die Pfeffersoße noch besser 🙂 Unser aktuelles Doppelzimmer in einem Hotel in Copacabana am Titicaca See kostet 14€ die Nacht.

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Die Canyonseiten. Oben wohnen die Armen, unten im Kessel die Reichen. Wer die Weinsteige in Stuttgart kennt, dort ist es genau umgekehrt.

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Immerhin kann der Höhenunterschied innerhalb der Stadt ganze 6° C ausmachen.

 

 

  

 

Bolivien ist, wie schon erwähnt, von seiner – auch unterschiedlichen – Höhe ein Traum für Alpinisten. Wir hatten bislang mit der Akklimatisation in La Paz glücklicherweise keine Probleme. Lediglich die erste Nacht hatten wir etwas Kopfweh. 10-15 Tage soll man dem Körper auf unterschiedlichen Höhen gönnen, bevor man an größere Besteigungen denkt. Daher unternehmen wir derzeit kleinere Ausflüge, damit sich der Körper in Ruhe auf die Höhe einstellen kann; zu lesen in den klein gehaltenen folgenenden Einzelbeiträgen…



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