12 01 2012

Am 11.1. ist unser zweieinhalbmonatiger Neuseelandaufenthalt mit dem Weiterflug nach Los Angeles zu Ende gegangen. Wir sind um 15.30 Uhr nachmittags losgeflogen und um 06.30 Uhr morgens am selben Tag in LA angekommen. Hinter uns liegen viele sportliche und ereignisreiche Wochen, von denen wir für euch noch einmal ein paar wesentliche Dinge zusammenfassen möchten.

Etwas Statistik:
Unsere Radstrecke, die ihr auf der Karte bestimmt verfolgt habt, erstreckt sich über insgesamt 2.178 km und 11.730 Höhenmeter. Den Everest haben wir also schon „überfahren“. Gewandert sind wir in der Zeit 196 km bei 6.970 Höhenmetern. One for the road!

Bei diesem Kalorienverbrauch fährt man ganz schnell die Kalorienzufuhr automatisch hoch. So gab es zum Frühstück entweder mindestens eine halbe Packung Toastbrot oder auch mal locker ein ganzes Sauerteigbrot 🙂 Zum Abendessen gab es nach einem langen Rad- oder Trekkingtag mindestens 400g Nudeln plus Gemüsebeilage, Shrimps o.ä. In Neuseeland kann man seine Kochkünste in den gut ausgerüsteten Hostelküchen hervorragend gut ausleben. Fast schon standardmäßig gab es abends beim Kindlebuch lesen eine 250g Tafel Schokolade. One for the food!

Unfälle hatten wir keine, platte Reifen auch nicht, lediglich einen Speichenbruch: One for the bikes!

 

Und hier noch ein letztes Mal etwas Bildmaterial aus NZ:

Unsere Lieblingsschilder:

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Ein gewöhnlicher Down Under Muffin – passend zu unserem Bedarf:

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Unsere Sympathie für NZ:Weltreise_Teil 3_Neuseeland01_ 153

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuseeländischer Wein ist sehr gut, aber unglaublich teuer:

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Bier ist auch teuer – aber mit irgendetwas muss man den Durst ja löschen – Monteith’s ist das mit dem hoechsten Geschmacks- und Wohlfuehlfaktor:

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Was gibt es schöneres als ein schmackhaftes Abendessen im Sonnenuntergang in den Bergen, für das wir sogar etwas Pinot Noir mitgeschleppt haben:

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Und dann immer wieder Kraft auftanken in den vielen gemütlichen Hostels:

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Wenn Panorama und Wetter stimmen, fährt es sich auch gleich viel leichter – aber auch nur dann 🙂 :

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Das Lieblingswort der Neuseeländer. Hier ist aber auch alles zu jeder Zeit „awesome“ – ganz offensichtlich:

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Das war es aus NZ von uns und unseren Arbeitsgeräten. Wir hoffen, die Berichterstattung hat euch bis hierhin gefallen – One for NZ! One for South America!

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 Zusatz, was den weiteren Verbleib der Räder angeht:


Da es aus NZ in der Tat fünf Mal teuer ist, die Bikes nach Hause zu schicken, als nach NZ hinunter – etwa 600€ pro Rad, also mehr ein neues –, mussten wir uns abenteuerliche Umwege einfallen lassen. Dazu gibt es aus LA die nächste haarsträubende Geschichte.



7 01 2012

Am Neujahrstag starten wir eine letzte Rundfahrt in Neuseeland mit dem Rad rundum die südöstlich von Christchurch gelegene Halbinsel. Diese Halbinsel ist aus zwei Vulkanen entstanden und wenn man die Größe der Krater sieht, die wir sowohl mehrfach überquert haben, als auch am Kraterrand umrundet haben, dann muss das eine unglaublich gigantische Vorstellung gewesen sein. Für die Rundfahrt haben wir jeder nur eine Radtasche mit dem allernötigsten Gepäck mitgenommen. Insgesamt waren es auf den 4 Radfahrtagen nur 218 km, bei allerdings 3.620 Höhenmetern. Folglich haben wir auf jedes Gramm verzichtet, wo möglich. Wir haben dazwischen zwei Ruhetage eingelegt und uns zum Abschluss unserer Neuseelandtage nochmals intensiv kulinarischen Köstlichkeiten hingegeben. Schließlich gab es auch auf dieser Strecke und insbesondere in Akaroa einige Restaurants, die eine hochwertige Küche anbieten und auch einige Produkte selbst herstellen (z.B. exzellente Chorizos oder auch „nur“ ein hervorragendes Sauerteigbrot oder Baguette, wie sie selbst bei uns kaum ein Bäcker mehr backen kann). Eine Wohltat für die Sinne nach den anstrengenden Bergetappen. Den Rest erzählen ein paar Grafik (die euch unser Work-Out ein wenig naeher bringen 😉 ) und einige Bilder.

 

Tag 1

 

 

 

 

 

Erdbebenvollsperrung unter Strafandrohnung mit Gefängnis und 3000$ - leider 2km vor unserem Ziel

Erdbebenvollsperrung unter Strafandrohnung mit Gefängnis und 3000$ - leider 2km vor unserem Ziel

Tag 2

 

 

 

 

 

Bergankunft 2 von 3, auf leichtem Gepäck - All Blacks Fahne am Straßenrand

Bergankunft 2 von 3, auf leichtem Gepäck - All Blacks Fahne am Straßenrand

 

 

 

 

 

 

 

Die Berge im Hintergrund rund um die Buch waren Teil eines gigantischen Vulkankraters

Die Berge im Hintergrund rund um die Buch waren Teil eines gigantischen Vulkankraters

Unsere gemütliche Lodge während der Ruhetage in Akaroa

Unsere gemütliche Lodge während der Ruhetage in Akaroa

Das gemütliche Städtchen Akaroa im Abendlicht

Das gemütliche Städtchen Akaroa im Abendlicht

Tag 5
Die Fahrt entlang des ehemaligen Vulkankraterrands

Die Fahrt entlang des ehemaligen Vulkankraterrands

Tag 6


7 01 2012

Nach Weihnachten haben wir kurzfristig entschieden, Sylvester doch nicht mehr im Mt. Cook Village zu verbringen, sondern weiterzufahren und stattdessen auf der sehr hügeligen Halbinsel vulkanischen Ursprungs südöstlich von Christchurch noch eine Runde mit den Rädern zu drehen. Nebenbei hat unsere Vorausberechnung ergeben, dass wir in Christchurch die Radtour mit etwa 1.900 km abschließen würden. Da wir die 2.000 schon gerne gesehen hätten, kommt uns das entgegen 🙂

Zunächst unsere Stationen nach dem Mt. Cook Village bis Christchurch:

27.12.: Fahrt zum Lake Tekapo (115 km): Der Tag beginnt schon mit einer Katastrophe – kein gutes Omen. Wir haben bislang kein einziges Weihnachtslied hören müssen. Als wir allerdings im Hermitage Hotel unsere Rucksäcke wieder zum Postversand aufgeben, läuft genau das Lied, das seit fast 10 Jahren an Weihnachten rauf und runter läuft – auch ihr kennt es, wir wollen es nicht ausschreiben. Es hat also noch nicht einmal geholfen, dass wir eine Weltreise aufgesetzt haben, um dem zu entkommen.
Die ersten 70 km gehen zwar noch vorbei wie im Flug, aber dann beginnen die Qualen. Bei wolkenlos heißen 34° und wirklich extremem Gegenwind in einer ungeschützten Ebene verlangsamt sich unsere Fahrt auf 6 km/h. Wir sehnen die Abzweigung herbei, die uns wenigstens Seitenwind beschert. Ohne diesen hätten wir uns möglicherweise eine Mitfahrgelegenheit per Anhalter suchen müssen. Zu stark ist der Wind und zu lange die nächste Ortschaft (Lake Tekapo) entfernt, dazwischen gibt es nichts. Als wir am Lake Tekapo ankommen, kaufen wir 6 Cider, 1,5 L Wasser und 3 L Orangensaft. Dazu 2 große Packungen Chips, die den Salzhaushalt wieder in Ordnung bringen. Erst nach 2 Stunden Rehabilitation checken wir im YHA Hostel ein. Wir fühlen uns wie nach einem Marathonlauf.

28.12.: Heute ist Zahltag: Wir fahren nur eine Kurzetappe bis Fairlie (46 km) und das fast nur bergab mit Rückenwind. Was für eine Freude – bislang unsere schnellste Etappe mit durchschnittlich 27 km/h – unglaublich. Neben den üblichen, unzähligen Grüßen der Autofahrer, zwinkert uns heute einer mit seinen ausklappbaren Scheinwerfern zu und am Zeltplatz bringt uns der Familien-Papa vom Zelt nebenan zwei Bier, bevor wir auch nur das Zelt ausgepackt haben. Es gibt sie doch noch – die guten Tage, an denen alles rund läuft 🙂 Sometimes you win, sometimes you lose.
Hierzu noch folgender elementarer Querverweis zu einem früheren Eintrag: Wir haben hier ein weiteres hochentwickeltes Arbeitsgerät der Neuseeländischen Rasenmäherleidenschaft begutachtet. Dieser Rasenmäher wird einzig über zwei Hebel gesteuert. Somit wendet er auf einem Teller, wenn es sein muss, wie bei einem Panzer. Das erhöht natürlich den Männlichkeitsfaktor nochmals signifikant um ein Vielfaches, wenn man dazu verdammt ist, bei den doch eher schnöde wirkenden Dauercampern in Fairlie millimetergenau in jedem Winkel dieser Stellplätze für klar definierte Rasenlandschaften zu sorgen. Da wir leider kein Bild machen konnten, hier eines aus dem Netz:

Rasenmäher mit Panzersteuerung

Rasenmäher mit Panzersteuerung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  29.-31.1.: Die folgende 3 Radfahrtage (insg. 219 km über Geraldine und Rakaia nach Christchurch) geben keine spannenden Erkenntnisse. Für alle, die wie wir auf dieser Strecke einen Teil des Highways 72 fahren sollen, folgenden Hinweis: Nein, auch wenn einem die Straßenschilder etc. suggerieren, dass das eine besondere „Scenic Route“ sein soll – sie ist es nicht – hier ist überhaupt nichts „Scenic“ 🙂 ! Sie ist langweilig und ausschließlich von Getreide und Rübenfeldern geprägt, durchzogen von einigen Rindviechern und hohen windabweisenden Hecken. Für uns war sie allerdings im Vergleich zum viel befahrenen Highway 1, der Hauptroute nach Süden, die autofreie Ersatzroute und somit viel wert. Das einzige was diese Gegend Radfahrern zu bieten hat, ist das, was sie nicht hat: KEINEN EINZIGEN HÜGEL! KEINEN NOCH SO KLEINEN! Dahingehend ein Traum! Vermutlich die einzige Gegend in ganz Neuseeland, die das von sich behaupten kann. Es geht dafür aber auch gerne einmal 20 km gerade aus, dann kurze Wendung, dann wieder 40 km schnurstracks gerade aus 🙂 Der einzige Grund warum einem die langen, geraden Strecken gar nicht so lange vorkommen, liegt schlicht in der ganz offensichtlich bewusst geschickt gewählten Optik: Durch die hohen Hecken links und rechts des Straßenrands laufen diese schon bald für den Betrachter optisch zusammen (Stichwort: Fluchtpunkt; das gleiche wie bei Eisenbahnschienen), so dass es eher aussieht wie ein geschlossener Wald, als wie eine nicht enden wollende Straße. Es sind monotone Routen wie diese, die solche Gedanken erzeugen.

Christchurch begrüßt uns am Ende dieses Tages nicht nur mit dem Neuen Jahr, sondern bereits mit einem ordentlichen Ruckler der Stärke 4,8 am Nachmittag. Die Erde kommt hier nicht zur Ruhe. Im Laufe einer Woche seit Sylvester hat es immerhin 135 Nachbeben gegeben. Man bemerkt allerdings nur die Beben ab Stärke 4. 17 Stück hatten wir davon bereits bis heute und es wackelt dabei schon recht spürbar.
Teile der Innenstadt sind immer noch durch das Beben im Februar 2011 abgesperrt, während die Geschäfte sich drum herum, den Umständen entsprechend, in sehr nette, bemalte Container eingerichtet haben, um wenigstens ihre Umsätze zu erhalten. Die Nachbeben werden zwar durchweg sehr gelassen genommen, wenngleich das öffentliche Leben (die zentrale Restaurant- und Kneipenszene war fast nicht mehr zu finden) und natürlich der Tourismus stark darunter leiden. Es ist schon sehr zu bedauern, was diese Stadt durch macht.



6 01 2012

Mit etwas Verspätung möchten wir allen Blog-Lesern an dieser Stelle noch ein Gutes Neues Jahr 2012 wünschen! Die meisten von euch machen zwar keine Einträge, aber wir bekommen doch oft anderweitig Feedback, so dass wir immer wieder sehr erfreut sind, zu erfahren, dass sich doch sehr viele für unseren Blog interessieren. Wir bemühen uns daher gerne weiterhin, interessante und kuriose sowie lustige oder bilderreiche Erinnerungen abwechselnd zu präsentieren, um euch die Lust am Lesen zu erhalten. Verbesserungsvorschläge dürft ihr uns auch gerne zukommen lassen. Was die Text-oder Bilderanordnung angeht, bleibt es vermutlich so holprig wie bisher. Die Benutzerfreundlichkeit hat so ihre Lücken – dafür ist der Blog kostenlos.



24 12 2011
Die letzten Tage vor Weihnachten haben wir, mit dem Mt. Cook Village als Basis, folgende beiden Touren gemacht. Neben einer kurzen Tourenbeschreibung möchten wir dieses Mal wieder vermehrt Bilder aus der umliegenden Bergwelt sprechen lassen.

Tour 1 – Mueller Hut (17.-19.12.): Am ersten Tag steigen wir auf die Mueller Hütte 1.100 Hm auf. Am späten Nachmittag erhebt sich der Mt. Cook doch noch aus den bislang dichten Wolken. Der zweite Tag beginnt wieder mit Wolken, die sich nicht auflösen wollen, so dass wir unseren Tourplan ändern und nicht zur nächsten Hütte weiter wandern. Als es am Mittag etwas aufklart, machen wir uns mit leichtem Tagesgepäck und der ausgeliehenen alpinen Ausrüstung (Gurte, Seil, Steigeisen und Eispickel) auf einen kurzen Halbtagestrip zum Annette Plateau. Die Ausrüstung benötigen wir nur für den letzten und kleinsten Teil des Wegs, wobei auch dieser sowie die Schneefelder vorher sehr unkritisch sind. Am Plateau kehren wir um, da die Sicht unter 100m sinkt. Tags darauf steigen wir bei leichtem Nieselregen wieder ab. Leider hat sich das Wetter nicht so sehr an die Vorhersage gehalten. Seit diesen Tagen gab es fast nur noch Sonne – Pech.

Der Nebel gibt den Mt. Cook preis

Der Nebel gibt den Mt. Cook preis

 

 

 

 

 

 

 

Unser Quartier - die Mueller Hut

Unser Quartier - die Mueller Hut

 

 

 

 

 

 

 

Ein Blick auf das Mt. Cook Village

Ein Blick auf das Mt. Cook Village

 

 

 

 

 

 

 

In Schnee und Eis

In Schnee und Eis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Annette Plateau - leider werden die Wolken immer dichter

Das Annette Plateau - leider werden die Wolken immer dichter

 

 

 

 

 

 

 

Rückkehr zur Mueller Hütte

Rückkehr zur Mueller Hütte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mt. Sefton - das gegenüberliegende Fels- und Gletschermassiv

Mt. Sefton - das gegenüberliegende Fels- und Gletschermassiv

 

 

 

 

 

 

 

 

Abstieg bei Regen

Abstieg bei Regen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tour 2 – Ball Pass Crossing (21.12.): Wir stehen um 5:15 Uhr auf und radeln 8km zum Einstiegspunkt der Tour. Wir wandern entlang der riesigen Seitenmoräne des Tasman Gletschers bis wir auf einem Kamm 1.400 Hm bis zum Ball Pass aufsteigen. Es geht über einige Schneefelder, aber alpine Ausrüstung benötigen wir nicht, weshalb wir nur mit sehr leichtem Tagesgepäck unterwegs sind. Das spart uns Kraft und Zeit. Mit dabei sind aber trotzdem warme Sachen, vollständiger Regenschutz und Erste-Hilfe-Set. Der Mt. Cook liegt dabei ständig in strahlendem Sonnenschein neben uns. In der Umgebung – aber weit weg von uns – sehen wir immer wieder Eisabbrüche aus Gletschern die Berge hinunter donnern. Nach dem Pass geht es hinunter ins Hooker Valley und auf der Seitenmoräne des nicht minder beeindruckenden Hooker Gletschers entlang zurück zum Mt. Cook Village. Einmal verfehlen wir beim Abstieg den rechtzeitigen Ausstieg aus einem Schneefeld, was uns einen Umweg von nochmals 200 Hm einbringt – so schön war das Hinunterrutschen. Die Wanderung dauerte ohne die One-Way-Fahrradfahrt 13 Stunden. Angegeben war sie als 2-3 Tage-Tour, wenn man das ganze Gepäck entsprechend mitschleppen möchte. Bei der Rückkehr führt als erstes ein Einkehrschwung direkt an den Zapfhahn 🙂 Am 24. sind wir morgens zum Einstiegspunkt gejoggt und haben die Räder abgeholt.

Früh morgens geht es los...Blick auf den Tasman Gletscher See

Früh morgens geht es los...Blick auf den Tasman Gletscher See

 

 

 

 

 

 

 

Der wahrscheinlich beste Sitz der Welt

Der wahrscheinlich beste Sitz der Welt

 

 

 

 

 

 

 

Anstieg zum Ball Pass mit Blick auf den Upper Tasman Gletscher (rechts oben)

Anstieg zum Ball Pass mit Blick auf den Upper Tasman Gletscher (rechts oben)

 

 

 

 

 

 

 

Der mit Gletschern bedeckte Mt. Cook

Der mit Gletschern bedeckte Mt. Cook

 

 

 

 

 

 

 

Der Ball Pass - der Übergang ins Hooker Valley

Der Ball Pass - der Übergang ins Hooker Valley

 

 

 

 

 

 

 

Abstieg im Schneefeld

Abstieg im Schneefeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hooker Valley samt Gletschersee

Das Hooker Valley samt Gletschersee

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Abstieg durch ein steiles Schneefeld bringt uns an den Hooker Gletscher

Ein weiterer Abstieg durch ein steiles Schneefeld bringt uns an den Hooker Gletscher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserzufuhr - die Reserven sind aufgebraucht

Wasserzufuhr - die Reserven sind aufgebraucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Teilweise abgerutschte Seitenmoräne - im Hintergrund die Abbruchkante des Hooker Gletschers

Teilweise abgerutschte Seitenmoräne - im Hintergrund die Abbruchkante des Hooker Gletschers

 

 

 

 

 

 

 

 

Der felsbedeckte Hooker Gletscher in seiner ganzen Breite

Der felsbedeckte Hooker Gletscher in seiner ganzen Breite

 

 

 

 

 

 

 

Was wäre ein Neuseeland Track ohne mindestens ein Rivercrossing

Was wäre ein Neuseeland Track ohne mindestens ein Rivercrossing

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


23 12 2011

Nachdem wir euch sonst immer regelmäßig über die neuesten Aktivitäten und Streckenverläufe informieren, möchten wir euch in diesem Beitrag wieder einmal ganz andere Dinge nahe bringen: Dinge über uns, unsere Umgebung, unsere Eindrücke, die uns so begleiten sowie einiges aus dem Kuriositätenkabinett. Das Ganze ist ortsungebunden, passiert gerade oder ist längst geschehen. Es soll auch nicht wertend sein – einfach nur beschreibend.

– Gerade z.B. schlürft ein Asiate neben uns in der Lodge sein Abendessen, dass das Haus zittert und vermutlich alle Europäer mit ihm. Seine Freundin genießt laut schmatzend das leckere Mahl. Alle, die bereits Asien kennen, wissen, dass das immerhin dort kein unsittlicher Umgang ist. Es gibt vermutlich Dinge, an die man sich nicht gewöhnen wird – auch nicht muss. Das Mt. Cook Village ist jedenfalls hoch frequentierter Anlaufpunkt des asiatischen Tourismus‘.

– Durch unsere sportlichen Eskapaden – der eine mag mit uns eifern, der andere sie für verrückt halten – sorgen dafür, dass wir seit 2 Monaten fast täglichem Sport mittlerweile wieder Gürtel in so manche Hose einziehen müssen. An 40 von 60 Neuseeland-Tagen waren wir entweder mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. I.d.R. bedeuten die Tagesetappen zwischen 4 und 5 Stunden Ausdauersport. Selten sind sie unter 3 Stunden in der Spitze auch mal 6 oder 7 Stunden lang, letzteres überwiegend beim Wandern. Und ob ihr es glaubt oder nicht: es macht immens Spaß 🙂 der Rest ist dann Kopfsache, wie im letzten Artikel beschrieben.

– Die Fitness, die wir beim Radfahren auf- und nun beim Wandern ausgebaut haben, ist neben dem Spaß mitunter ganz bewusst betrieben und unterstützt uns bei schweren Etappen, während wir auf normalen Etappen nie mehr als 80% geben müssen. Gerade aus Sicherheitsaspekten ist das sich schnell verändernde Wetter ein ernst zu nehmender Faktor und kann schnell konditionell herausfordernd werden. Sei es, weil sich die Tourenzeiten deutlich verlängern oder Wind und Kälte auszehren können. Gerade für die kommenden Wanderungen in Feuerland und den höher gelegenen Andenregionen glauben wir damit u.a. eine sehr gute konditionelle Grundlage gelegt zu haben.

– Uns haftet mittlerweile die typische Radfahrerbräune an, das aber nicht zu knapp.

– Cider (im Prinzip Apfelbier mit 4,8%) ist unglaublich schmackhaft nach einer Radtour.

– Eine Uhr mit Höhenmesser, Temperaturmesser und Zeitzonen ist ein unverzichtbares Utensil. In der Tat hat uns der Höhenmesser insbesondere im alpinen Bereich gute Dienste geleistet, da hier die Tracks nicht so regelmäßig beschildert sind wie in den Alpen. Daher ist er sowohl für die Standortbestimmung und somit für die Einschätzung der noch ausstehenden Wegstrecke von erheblicher Bedeutung.

– Zelten im alpinen Gelände ist offenbar Sport hier. Wir haben bereits ein Pärchen und einen Asiaten getroffen, die auf Fels, aber in Schnee und Eis gezeltet haben; mehrere Tage lang. Reizen würde uns das auch, vielleicht erst einmal neben einer Hütte, passende Heringe haben wir jedenfalls dabei – die Schlafsäcke, die ihr uns zur Hochzeit geschenkt habt, sind dafür jedenfalls bestens geeignet.

– Die Preise für Unterkunft und Essenskäufe (interessanterweise aber nicht im Restaurant) sind im Mt. Cook Village unverschämt hoch (was hier bedeutet: doppelt so hoch). Es wird suggeriert, dass es damit zusammenhängt, dass man sich hier bereits in der scheinbaren Abgeschiedenheit der Neuseeländen Southern Alps befindet. Dabei liegt das Örtchen mit 50km vom nächsten genauso kleinen Örtchen mit riesigem Supermarkt nicht irgendwie ganz weit abseits, wie man meinen könnte. Vielmehr scheint es hier ein lokales Tourismuskartell zu geben, das einem das letzte Hemd auszieht – wir sagen es ungern, vermutlich leider entstanden durch den (Asia-)Touri-Hotspot um den Mt. Cook, der sich hier etabliert hat. Das Hermitage Hotel oben verlangt von seinen Besuchern bis zu 500$ Nacht. Dabei geht keiner von den wohlhabenden Kollegen auch nur einen Meter über die beinahe geteerten Wanderwege im Umkreis von 3km hinaus; es sei denn er nimmt den Heli oder das Flugzeug, die bei gutem Wetter wie Fliegen am Himmel rumdüsen. Falls jemand von euch gute Kontakte zur Europäischen oder Neuseeländischen Kartellbehörde hat – hier gibt’s noch viel zu tun 🙂

– Wir haben für uns entdeckt, dass das zwischenzeitliche Versenden von Reisematerial (wie unseren Rucksäcken) absolut sinnvoll ist, weil man dadurch die Unternehmungen nicht eingrenzen und gleichzeitig aber nicht alles mitschleppen muss. Funktioniert aber vermutlich nur in Ländern mit verlässlichem Postsystem.

– Unglaublich aber wahr: es wurden sogar Schafe bei der Besteigung des Mt. Cook erwischt. Wir haben uns das leider nicht zugetraut.

Die sogenannten Sir Hillary Schafe des Mt. Cook

Die sogenannten Sir Hillary Schafe des Mt. Cook

– Björn’s zweite Zahnwurzelbehandlung in Queenstown war erfolgreich und hat bislang zu keinen weiteren Nachwirkungen mehr geführt. Dank der telefonischen und internetbasierten Unterstützung unseres lieben Freundes Dr. med. AK (manche von euch kennen ihn) kann Erfolg auf dem Gebiet der fortgeschrittenen Kariesbekämpfung gemeldet werden. In Südamerika hätten sie den Backenzahn vermutlich direkt entfernt. So erfreut er sich hoffentlich noch vieler Jahre.

– Macht nie den Fehler und geht zu zweit mit einem Kindle auf Reisen. Wir haben diesen Beinahe-Fehler noch kurz vor Abreise korrigiert, dank des Schnellversands von Amazon. Es wäre niemals gut gegangen. Besonders gefällt uns an diesen Geräten – neben den Büchern darauf – dass wir über den Download der guten alten „Zeit“ oder anderen Tageszeitungen bestens über euch, Deutschland und die Welt informiert sind.

– Die Neuseeländer sind unglaublich hilfsbereite, integere und verlässliche Menschen. Der Nachteil dabei – es haftet etwas Pedantisches daran. Auf den Toilettenpapierrollen-Spendern steht sogar drauf, welche Rolle zuerst zu verbrauchen ist 🙂 Vermutlich fällt eine Axt aus der Decke, wenn man sich nicht dran hält.

– Die neuseeländischen Zeitungen sind wie unsere vor etwa 30 Jahren oder wie die Bildzeitung bzw. mancher amerikanische Nachrichtensender heute, was die politische oder wirtschaftliche Bildung angeht. Man erfährt hier nichts über den Rest der Welt. Die Eurokrise existiert in Printmedien fast gar nicht. Der gesamte Politikteil ist eine Seite groß und nicht immer von interessanten Beiträgen gekrönt. Man ist eben gefühlt doch weit weg von der Weltpolitik, solange der Touristenstrom nicht abreißt, was nicht zu erwarten ist, da insbesondere die Asiaten das Land für sich entdeckt haben – ein friedvolles Hobbitland.



23 12 2011

Die Zeit in Queenstown ist seit zwei Wochen vorüber! Wir haben das Städtchen sehr lieb gewonnen – wie aus dem voran gegangenen Beitrag ersichtlich ist – und werden die netten Kneipen und Restaurants daher sehr vermissen. Jedenfalls ist QT zu einem Ort geworden, an den wir gerne zurückkehren – irgendwann einmal.

Im Folgenden sind die Strecke und die nachfolgenden Radetappen zusammengefasst, die wir bis zum Erreichen unseres momentanen Aufenthaltsorts, dem Mt. Cook Village hinter uns gebracht haben. Das Mt. Cook Village dient uns im Moment als neue Basis, von der aus wir verschiedene (Hütten-)Touren in das umliegende alpine Gelände unternehmen. Zudem werden wir hier Weihnachten und Neujahr verbringen.

 

Aber nun die Tage seit Queenstown:
Sa., 10.12.: Wir verschnüren wieder unsere Wanderrucksäcke zu einem großen Knäul – dieses Mal ohne Verpackung – und versenden sie inkl. Wanderschuhe sowie diverser Ausrüstung zum Mt. Cook Village. Da die Post hier, wie bereits erprobt, hervorragend arbeitet, haben wir keine Sorgen, dass wir dort unser alpines Material in Empfang nehmen können. Die Postschalterdame befestigt an den Rucksäcken mittels Kabelbinder lediglich folgenden Hinweis, geschrieben auf einem grauen Pappkarton: „ Björn Scheder, Post Restante, Mt. Cook“. Der Empfänger (üblicherweise das Postamt) ist ihr nicht bekannt, da die Post dort von irgendeinem Hotel in Empfang genommen würde. Naja, dann heißt es doch Daumen drücken, dass das Paket nicht auf den Mt. Cook hochgeflogen wird.

So.-Mi, 11.-14.12.: Wir radeln weiter über Cromwell (68km), Omarama (117km), Twizel (35km) bis zum Mt. Cook Village (67km). Darüber gibt es Folgendes zu berichten.
Die Strecke nach Cromwell geht durch das ansehnliche Weinanbaugebiet Gibbson Valley, das wir bereits im Rahmen der Weintour von Queenstown aus besucht haben. Der Rest ist eher uninteressanter Obstanbau. Hier arbeiten die ganzen deutschen Abiturienten und andere landesfremde Backpacker auf den Plantagen, um per Work&Travel ihre Reise zu finanzieren.
Der darauf folgende, überaus lange und anstrengende Trip nach Omarama mit unserem bisherigen Rekord von 117 km bei etwa 870 überwundenen Höhenmetern war der Tatsache geschuldet, dass es auf dieser Strecke über den Lindis Pass keine weiteren Übernachtungsmöglichkeiten außer dem Wildcampen gab. Wir saßen an diesem Tag 7 Stunden im Sattel und trainiert wurde vor allem eines: der Kopf. Die Fitness hatten wir bereits. Jedoch mussten wir hinnehmen, dass uns der Wind auf den ersten 85 km bis zum Pass frontal und äußerst heftig entgegen blies. Es wurde zu einer weiteren mentalen Prüfung, dass ausgerechnet bei Erreichen des Anstiegs die Wolken verschwanden und die Temperatur auf unserer Anzeige auf 34° C anstieg. Ein Brathähnchen fühlt sich sicherlich ähnlich. Schließlich war die Kilometeranzahl bis zum Pass 2km länger als wir lt. unserem Tacho erwartet hätten. Bei einer Geschwindigkeit von 5km/h bergauf und entsprechender Steigung kommt Freude auf 🙂 Oben auf dem Pass angekommen, brach bei Björn eine Speiche. Da der Tag noch lang genug werden würde, haben wir beschlossen, diese erst am Campingplatz zu reparieren, in der Hoffnung dass der leichte Achter keinen weiteren Schaden anrichtet. Ersatzspeichen haben wir immerhin ausreichend dabei.
Nach diesen Prüfungen gab es dann endlich ein Einsehen und wir hatten die restlichen 30km, die nur noch bergab gingen, immerhin Rückenwind, was uns auch auf den nur noch schwach abfallenden Streckenteilen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30km/h brachte und wir wenigsten in der letzten Stunde zum Zeltplatz regelrecht katapultiert wurden. Ein kühles Cider in der erstbesten Kneipe war eine erfrischende Belohnung nach der langen Tour.

Lindis Pass

Lindis Pass

 

Die Kurzetappe nach Twizel war nicht sonderlich erwähnenswert; dafür umso mehr die darauffolgende Etappe zum Mt. Cook Village. Wir haben eine kurze Regenpause genutzt, um nach langem Zögern und mehreren Überbrückungskaffee den Weg zum Mt. Cook anzutreten, weil ein weiterer Tag in dem 1000 Selendorf Twizel auch nicht der Hit gewesen wäre. Von da an fuhren wir allerdings die nächsten 3 Stunden im Regen am Lake Pukaki vorbei. Immerhin hielten uns unsere Regenkleidung und Trackingschuhe trocken – mit Ausnahme des Regens der von Mareikes Hose in den Schaft lief 🙂 Nach einer weiteren Kaffeepause und neuen Socken ist aber auch dieses Problem behoben. Der Regen wurde auf den letzten 15 km von Gegenwind abgelöst. Dieser war jedoch so stark, dass wir teilweise kaum voran kamen – insbesondere, wenn 2 Täler zusammen liefen, brachte der Düseneffekt einen unmenschlichen Gegenwind hervor.

Hier ein kleines Zahlenbeispiel:
Ohne Wind fahren wir auf ebener Strecke mit bepackten Rädern 16-18 km/h. Mit ordentlichem Rückenwind kann das bis 25 km/h ansteigen. Bei gutem Gegenwind kann das schnell auf 10 km/h abfallen. Das Minimum, das wir teilweise auf dem Weg zum Mt. Cook hatten, waren 6 km/h. Somit liegen bis zu 20 km/h zwischen den Extremen und bis zu 10 km/h Abweichung von der Normalgeschwindigkeit, wobei die Kilometer noch in entsprechender Langsamkeit „nachgeholt“ werden müssen. Somit könnt ihr euch nun vorstellen, wie einem das die Tagesbilanz und die benötigte Zeit versauen und eine Etappe bedeutsam verlängern kann.

Eigentlich dachten wir auf folgende Bergkulisse (Vortag in Twizel) zufahren zu können. Leider wurde durch die tief hängenden Wolken nichts daraus.

Weltreise_Teil 3_Neuseeland07_ 030



16 12 2011

Jetzt kommen noch ein paar Berichte von dem Städtchen, das uns zwischen den Tracks immer wieder als 1-2tägige Basis gedient hat und uns richtig ans Herz gewachsen ist: Queenstown.

Die Hafenpromenade von QT

Die Hafenpromenade von QT

Ein kleiner Strand am Lake Wakatipu direkt in der City

Ein kleiner Strand am Lake Wakatipu direkt in der City

Unser gemütliches Hostel

Unsere gemütliche Lodge

 

Hier kann man tagsüber alles machen, was den Adrenalinspiegel in höchste Höhen treibt und nachts in der Restaurant- und Kneipenszene wieder zur Ruhe kommen – oder auch nicht…

Tagsüber:
“River board your way down the infamous Kawarau Gorge rapids for an extreme adrenalin adventure!”
Noch nie gemacht – also rein ins 12 Grad kalte Wasser! 🙂

 

RiverI

RiverII

 

“Strap yourself to a beautiful stranger and jump from a perfectly good aircraft!“
Super, 12.000 Fuß! 🙂

 

NZON_NZQT_2011_11_26_C1086_8365

NZON_NZQT_2011_11_26_C1086_8382

 

Natürlich kann man im sogenannten Adrenaline-Town auch alle anderen verrückten Aktivitäten machen wie z.B. Canyoning, Caving, Rafting, Bungy Jumping , Jetboating und Hang Gliding. Das verrückteste, was wir gesehen haben, ist ein Canyon Swing: Zuerst ein freier Fall über 60m und dann ein Swing über den Canyon mit 150km/h. Seinen Swing kann man sehr kreativ gestalten – festgebunden an einen Stuhl oder – für die ganz harten – mit einer Tonne überm Kopf 🙂

Queenstown bzw. das nahe gelegene Gibbston Valley ist jedoch auch bekannt für seine exzellenten Weine. Und so haben wir uns einen Tag lang auf eine Weintour begeben und uns bei 4 verschiedenen Winzern durch ihre Pinot Noirs, Pinot Gris, Rieslings und Chardonnays getrunken.

Weltreise_Teil 3_Neuseeland05_ 037

Weltreise_Teil 3_Neuseeland05_ 033

Nachts:
Abends haben wir jede Menge Kneipen und Restaurants getestet und für belebt, sehr gut und sehr gemütlich befunden!

 

Weltreise_Teil 3_Neuseeland05_ 016

Ein Bierchen hier...

Ein Bierchen hier...

Weltreise_Teil 3_Neuseeland05_ 021
Ein Weinchen dort...

Ein Weinchen dort...

Und immer mal wieder ein schönes Kaminfeuer...

Und immer mal wieder ein schönes Kaminfeuer...



9 12 2011

Kepler Track

Direkt im Anschluss an die Doubtful Sound Bootstour, starten wir zum Kepler Track, der in Te Anau gleich um die Ecke beginnt. Der Kepler Track ist ein schöner Rundwanderweg, der über den Mt. Luxmore führt und eine kleine Gratwanderung mit wunderbarer Aussicht beinhaltet. Höhe bedeutet hier zwar immer mehr als 1.000m tiefer als in den Alpen, was zunächst überraschend niedrig erscheint – die alpinen Verhältnisse gleichen sich aber dennoch, weil hier auch Baum- und Schneegrenze entsprechend niedriger sind. Somit beginnt man die Wanderungen auf 200m und steigt auf 1.400m auf, wo noch Schnee liegt.

Der Kepler Track geht über 3 Hütten, sprich 4 Tage, wobei wir um einen Tag verkürzen. Dazu steigen wir in der Mitte der ersten Etappe ein und schließen die zweite am ersten Tag direkt an. Somit ersparen wir uns einige der bereits erwähnten langen, ebenen Waldwege, die auf Dauer trotz ihrer Schönheit ermüdend und außer in der Km-Zahl nicht besonders aufregend sind.

Im Folgenden einige Bilder vom Kepler Track, die zeigen, wieso wir die Aufstiege, die Höhe und die Aussicht mehr schätzen als bewaldete Täler:

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Und dann haben wir noch eine Frage, für diejenigen, die etwas Zeit für Recherche haben oder sich damit auskennen: Wir wüssten gerne, warum der Himmel hier in Neuseeland so unglaublich blau erscheint. Wir haben noch nie einen so blauen Himmel gesehen. Dazu haben wir dieses Bild als Beispiel, bei dem wir die Qualität extra nicht weiter heruntergesetzt haben.

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Morgen oder übermorgen werden wir euch von den Tagen berichten, die wir zwischen den Tracks in Queenstown verbracht haben. Queenstown ist ein völlig wahnsinniges, energie- und andrenalingeladenes Städtchen, das gleichzeitig unglaublich gemütliches, abendliches Restaurant- und Kneipenambiente zu bieten hat. Ideal als Basis für unsere bereits beschriebenen Unternehmungen.



9 12 2011

Doubtful Sound

Zwischenzeitlich haben wir unsere Basis in Queenstown nach dem Rees-Dart-Track wieder aufgesucht, um uns auf den nächsten Trip vorzubereiten. Dieser führt uns in die Fiordlands, zunächst mit einer kleinen 2-Tages-Bootstour und im Anschluss auf den Kepler Track, einer der Great Walks, aber einer der wenigen, die auch über die Baumgrenze in die Höhe gehen. Letzteres ist wie eine Befreiung für uns geworden, wenn es endlich nach langen Wanderstunden aus den Wäldern im Tal den Berg hinaufgeht und man oben endlich einen umso atemberaubenderen Blick in die Bergwelt hat. Aber dazu im nächsten Eintrag mehr.

Mit den Sounds (eine ähnliche Landschaft wie die Fjorde Norwegens, nur etwas verschachtelter) verhält es sich wie mit allem; je bekannter je voller. So ist beispielsweise der Milford Sound schlichtweg von Touristen umzingelt. Bereits auf Monate vorweg ausgebucht, trampelt man sich am Soundufer auf dem Milford Track gegenseitig auf die Füße, über Einem fliegen ganze Staffeln von Scenic Flight Flugzeugen aus Queenstown und Umgebung, auf dem Sound selbst herrscht Hochbetrieb durch Sound Cruising Boats verfolgt von unzähligen Kajaktouren und unter Wasser wird getaucht, was die Pressluft hergibt. Natürlich ist der Sound sehr beeindruckend, aber das ist eben das Leid der Erfolgreichen.

Wir haben uns daher den etwas weiter südlich gelegenen Doubtful Sound für die Bootsfahrt inkl. einer Übernachtung herausgesucht und es war bestimmt keine schlechte Entscheidung.

So schaut’s aus in den Fiordlands:

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Und hier der Beweis, dass wir zweifelsohne Down Under sind:

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Tatsächlich haben wir hier die Wasseroberfläche abfotografiert – in einem windstillen Seitenarm nach Sonnenaufgang.