2 06 2012

Zum Schluss ein Segeltörn durch die Leewards in der Karibik!

Mit dem heutigen Tag endet unser Aufenthalt in den USA bereits wieder. Unsere absolut letzte Station erreichen wir Samstag Mittag – die Karibik.

Dort treffen wir auf unsere Segelcrew, die uns dieses Jahr wieder für einen zweiwöchigen Törn die Treue hält. Gewissermaßen ist es das Vorabempfangskomitee, dass sich die Ehre gibt, uns bereits ab der Karibik nach Hause zu begleiten. Vielleicht steckt dahinter auch die Befürchtung, wir könnten es uns damit noch einmal überlegen 🙂

Wie dem auch sei, unsere Törnplanung sieht etwa folgendermaßen aus: St. Martin, Statia, Nevis, Guadeloupe, Antigua, Barbuda, St. Martin – für alle, die sich das mal auf Google Earth anschauen möchten.

 



1 06 2012

10 Tage mit Marcel rund um San Francisco

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, hebt sich die Gegend von San Francisco deutlich ab und kommt mit sehr wenig Fast Food Läden und Sprit schluckenden Karossen aus.

Das hat uns aber nicht davon abgehalten, auf das kostenlose Upgradeangebot einzugehen. Und so waren wir diejenigen, die in Marcels Straße den größten Schlitten hatten – einen nagelneuen Chevi Silverado 🙂 !!

 

 

 

 

 

 

 

Naja – und obwohl wir mittlerweile die Schuhe an den Nagel gehängt haben – eine kleine 2-Tages-Tour haben wir dann doch noch gemacht…

 

 

 

…aber wer wollte schon diese Aussicht an der Point Reyes Nationalküste auslassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend wurde unter Windschutz der Kocher ein letztes Mal ausgepackt und einige saftig dicke Steaks und Spieße medium angebraten. Dazu haben wir eine Flasche guten Vino mitgeschleppt.

Ganz besonders beeindruckt hat uns eine Flasche mit Butterspray, die ebenfalls ihren Weg hierher gefunden hat.

In den nächsten Tagen folgten einige weitere Ausflüge.

Wer kennt sie nicht – die Golden Gate Bridge. Allerdings hat sie gerade ihren 75. Geburtstag als wir darüber fahren…

 

 

 

 

 

…und zu unseren Ehren hat Marcel noch einen Flugzeugträger engagiert, der ebenfalls in dem Moment unter uns durch fuhr. Dass die Jungs an Bord Spalier stehen, erklärt sich von selbst.

 

 

 

Neben einigen hervorragenden Restaurants und crazy Jazz Bars mit freaky Typen in der Umgebung, haben wir unsere Chance genutzt und nach Monaten der Konsumenthaltung unseren Reisekleiderschrank wieder etwas aufgepeppt.

 

Das war nicht etwa unsere Unterkunft in Berkeley noch Marcels Bude…

 

 

 

 

…diese geräumige Suite gehört vielmehr zu folgendem, hübsch gelegenen Hotel: Alcatraz – in dem auch Capone ein paar Jahre – bekanntermaßen wegen Steuerhinterziehung – verbracht hat. Vielleicht sollte man ähnliche abschreckende Maßnahmen in südlicheren EU-Ländern….nein, lieber nicht 🙂

 

 



26 05 2012

Die USA im Wandel?

Längst sind wir bei Marcel in San Francisco angekommen – darüber aber später mehr. Wir sehen dabei täglich Dinge, die man nicht unbedingt erwartet in den USA – und schon gar nicht in dieser Häufigkeit.

Dazu gehören Bio Diesel Tankstellen, meterweise Supermarktregale mit fettfreiem Joghurt, fettfreier Nachokäsedip, Milch oder andere Produkte, die mittlerweile von Kühen produziert werden, die vermutlich kein Gramm Fett an sich mehr haben dürfen. Sicherlich eine neuartige Genmanipulation 🙂 . Ebenso eine riesige einladende Obst- und Gemüseabteilung von der 1/4 „organic“ ist, Biowein, Bionüsse, Bio alles, frisch gepresste Säfte überall, KfZ so klein wie bei uns (wir haben momentan ein Pickup Upgrade als Leihwagen bekommen und fahren, das größte Auto bei uns in der Straße – das ist kein Witz!).

 

Das Beste aber sind wieder stabile Teebeutel. Ihr kennt das sicherlich, wenn man den Teebeutel mit der Schnur um den Löffel wickelt, um diesen auszuquetschen? Das hat in Südamerika fast nirgendwo funktioniert, da die Schnur nie gehalten hat. Ganz klarer Vorteil für die USA! Und wir können endlich wieder Teebeutel ausquetschen…



22 05 2012

Kulturschock invers!

Die Einreise in die USA hat uns gleich mehrere Schocks versetzt. Nach 4 Monaten Südamerika bedarf die Ankunft im Konsumland Nr 1 der Erde verständlicherweise zunächst wieder einer Eingewöhnungsphase.  Da hier bekanntermaßen alles XXL ist, fällt das direkt doppelt ins Gewicht, wenn man aus Bolivien oder Peru kommt, als aus Europa. Da wir durch die Bergsteigerei in den Anden rank und schlank geworden sind, passt Björn mittlerweile 3mal in so manchen Ami hinein, von Mareike ganz zu schweigen 🙂

Letzten Ends zeigt einem dieser vermutlich kurze Moment der Wiedergewöhnung an unsere ganze Konsumgesellschaft, wie unglaublich unterschiedlich sich Länder und Menschen entwickeln – was beeindruckend und gleichzeitig beängstigend wirkt, ob der Unterschiede wie Tag und Nacht. Hier gibt es sogar mittlerweile Internet im Greyhound Bus, in dem wir uns im Moment befinden, um nach San Francisco zu fahren. Kennt ihr noch die Zeiten, in denen das erste Kabelmodem geschrien und gerödelt hat?

 

Schon fast vergessen ist der Ärger von gestern abend, als uns der Zoll eine Extrabefragung verordnete, nur weil wir unsere Ausreisetickets nicht in Papierform sondern auf dem Laptop hatten. Dass man seinen Job kündigt und 8 Monate auf Reisen geht, konnten sie dem Gesichtsausdruck nach eh nicht verstehen. Vermutlich dachten sie auch noch, wir würden hier deshalb nach illegaler Beschäftigung suchen.