31 03 2012

ES IST SOWEIT! Hier kommt unsere kleine Überraschung. Ein spannender und v.a. auch heißer Tag steht uns morgen bevor. Es soll in der Spitze bis zu 31 Grad in Santiago geben, wie schon die ganze Zeit eigentlich. Trotzdem werden wir morgen beim Marathon bzw. Halbmarathon mitlaufen.

 

Überraschung deswegen, weil wir natürlich seit 3 Monaten neben unseren Radfahrten und Wanderungen darauf trainiert haben, ohne darüber zu berichten. Bei Mareike waren wir froh, dass nach eineinhalb Jahren Joggingzwangspause das Radfahren offensichtlich wieder dazu beigetragen hat, auch ohne größere Knieprobleme wieder loszulaufen. Eine Teilnahme am Marathon hätte das Ganze aber vermutlich deutlich überstrapaziert. Es stehen trotzdem immerhin 148 Trainingskilometer zu Buche, gelaufen am Mt. Cook Village, Christchurch, entlang des Beagle Kanals bei Ushuaia und einigen weiteren Stationen in Feuerland und Patagonien.

 

Bei Björn stehen insgesamt 448 Trainingskilometer zu Buche. Immerhin hat es auch zu 4 Intervall- und 5 30er-Läufen gereicht. Der südlichste 30er war um Puerto Williams herum, entlang des Beagles auf der Isla Navarino (Feuerland), von wo aus wir auch das Cape Horn umsegelt haben. Eine gute Vorbereitung, die das Wetter morgen aber schnell wieder zunichte machen kann. Davor haben wir im Moment den allermeisten Respekt.

 

Meike hat sich vor kurzem ebenfalls entschieden (worden 🙂 ) mit Mareike den Halbmarathon zu laufen. Daher haben wir uns bereits gestern wieder in Santiago getroffen.

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Also drückt uns kräftig die Daumen! Meike hat die Startnummer 13511, Mareike die 13839 und Björn die 1910, zufälligerweise der Geburtstag seines Bruders. Hier die Website http://www.maratondesantiago.com/

Wundert euch nicht, wenn wir wegen Hitze abbrechen müssen, wir gehen das vorsichtig genug an.



26 03 2012

Folgendes gibt es aus der vergangenen Woche zu berichten. Mareike gesundet immer noch an einem hartnäckigen Schnupfen. Wir haben zwar zwischenzeitlich den Vulkan Villarica bestiegen (Björn bereits zweimal – nur um sicherzugehen, dass er es auch wirklich ist 🙂 ). Aber am Tag, nachdem Mareike mit oben war, mussten wir wieder vernünftig genug sein, die geplante Villarica Traverse abzubrechen.

Den Vulkan haben wir in Eigenregie bestiegen. Allerdings bleibt ein etwas fader Nachgeschmack aus der Vorbereitung, da einem hier zuerst einmal jeder erzählt, dass es verboten und v.a. gefährlich ist. Das stimmt natürlich nicht und als wir uns endlich bis zur Conaf (so eine Art staatlicher Alpenverein) vorgekämpft haben, drückt man uns sogar eine Karte in die Hand, die an Primitivität nicht zu überbieten ist; mit dem Hinweis, dass hier jeden Tag 150 Leute hochgehen und die Wege inkl. auf dem Schnee hervorragend sichtbar sind. Navigationskenntnisse werden nicht benötigt. Des Weiteren dient unser deutscher Alpenvereinsausweis als ausreichender Qualifikationsnachweis – was dann ebenfalls wieder lachhaft ist. Unsere Einschätzung im Nachhinein: einfach (zumindest in dieser Jahreszeit) für jeden, der schon mal auf Steigeisen stand und 1.400 Höhenmeter gehen kann. Aber das will hier kein Guide hören; ist ja auch schlecht für´s Geschäft und schließlich sind die Jungs die einzigen Könige in ihrem Revier 🙁

Hier aber nun ein paar schöne Bilder von einem noch aktiven und immens rauchenden Vulkan, der 1971 das letzte Mal in großem Stil ausgebrochen ist. Ganz nebenbei hat eben unsere Hütte etwas geschwankt, aber wir sind ja bald wieder weg…

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Sonnenaufgang um 8.00 Uhr, schließlich ist schon Herbst hier. Der Schatten von links kommend ist der des Vulkans.

 

 

 

 

 

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Nach 2 Stunden Aufstieg erreichen wir zum ersten Mal den Schnee- und Gletscher-bereich. Das heißt: Helm und Gletscherbrille auf und Steigeisen an. Helm übrigens deshalb, weil das Vulkangestein im oberen Teil teilweise sehr lose ist. Die Gletscherspalten sind gut außer Reichweite.  

 

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Ein gutes Stück hinter uns kommen die 20-30 Mann Gruppen.

 

 

 

 

 

 

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Die letzten 45 Minuten geht es vollends über Lavagestein bis zum Kraterrand.

Der sieht dann so aus…

  

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Unser Mundschutz hilft immerhin ein kleines bisschen gegen den teils beißenden Schwefelgeruch, auch wenn wir uns so gut es geht auf der Luv-Seite aufhalten.

 

Im Hintergrund sieht man den einsam thronenden Vulkan Lanín (3.747m).

 

 

 

 

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Aus diesem Schlund kommt das Zeug. Leider sieht man heute aber keine Lava Spritzer, was ab und an der Fall sein soll.

 

 

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Als am Nachmittag der Schnee weich geworden ist, werden keine Steigeisen mehr angelegt. Es wird stattdessen „abgefahren“. Der Pickel dient als Bremse.

Gleichzeitig genießen wir noch einmal die Aussicht in die umliegende, blau schimmernde Landschaft.

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20 03 2012

Und einen können wir noch…dann ist aber auch Schluss für heute. Allerdings war heute eh Lazy Day, denn Mareike ist im Moment etwas von Schnupfen gezeichnet.

So sehen die neuen Proll-Karossen der Argentinischen Mittelschicht in Bariloche aus – ein ganz klares Mega-Trau-Dich:

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20 03 2012

Bis bald in Santiago!

Nach fast 2 Monaten und zahlreichen Wanderungen durch Feuerland und Patagonien reisen wir übrigens zunächst für zwei Wochen wieder alleine. Meike hat sich bereits am Samstag auf eine 3-Tages-Tour bei Bariloche begeben, während wir weiter nach San Martín de los Andes und mittlerweile Pucon (Chile) gefahren sind. Den Vulkan Lanín konnten wir leider wegen schechtem Wetter nicht besteigen. In Santiago treffen wir uns dann noch einmal – den Grund verraten wir wie gesagt erst dort.
Vielen Dank, Meike, dass du uns begleitet hast. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit dir zu reisen, zu wandern und zu segeln. Dafür gibt es auch einen Extra Bussi!
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Damit ihr auch wisst, was wir Meike abverlangt haben, folgende kleine Statistik:
Seit unserem Zusammentreffen in Ushuaia am 20. Januar sind wir mit ihr 270 km gewandert, bei insgesamt 8.400 Höhenmetern. Und immerhin war der Segeltörn um Cape Horn auch das erste Mal, dass Meike ein Segelboot bestiegen hat. Vermutlich können das nicht viele von sich behaupten 🙂

Also: Gute Reise und cu in Santiago!



19 03 2012

Hallo Brit, hier kommt deine Postkarte…

 

Postkarte an Brit

 

 

 

 

 

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15 03 2012

Bariloche (Argentinien)

Wir sind wieder in Argentinien.

Die Vorteile gegenüber Chile:
– Es gibt wieder relativ guten Filterkaffee zum Frühstück und keinen Nescafé. Das gleiche gilt für Straßencafés 🙂
– Es gibt wieder Saft und nicht nur zuckersüßen Nektar (Es gibt tatsächlich in Chile keinen 100%igen Saft, auch nach langem Suchen in großen Supermärkten!)
– Es gibt fantastisch gutes Eis in 1 Liter Kübeln – heute Mittag gibt´s den ersten!
 

Die Nachteile gegenüber Chile:
– Es ist wieder teurer…
– …dafür ist aber auch der Service deutlich schlechter…
– …die Freundlichkeit nimmt deutlich ab und der Stolz übersteigt deutlich die Fähigkeiten
– Wieso wir leider diesen Eindruck von Argentinien haben, schreiben wir euch etwas detaillierter in einem späteren Eintrag. Wir haben uns mit dieser Aussage nicht leicht getan und versuchen das Rätsel auch etwas zu erklären.



13 03 2012

Für den Moment gibt es nur eine kleinere Zwischeninformation von unserer Seen-Auto-Tour in der Vulkangegend rund um Puerto Montt in der letzten Woche.

Vulkanbesteigungen sind leider ausgefallen wegen trüben, tief hängenden Wolken. Die Hauptsaison in Chile ist mittlerweile vorbei und die Campingplätze sind bisweilen leer gefegt. Das erste Mal seit eineinhalb Jahren haben wir so etwas wie Herbst(beginn).

 

Trotzdem ist es hier deutlich wärmer als in Patagonien und wir genießen es, auch nach Sonnenuntergang im T-Shirt vor dem Hostel oder Zelt sitzen zu können – die kalten Regionen haben wir damit vorerst hinter uns gelassen. Die 4-6-Tausender der Hochanden in Bolivien und Peru werden uns erst ab Mitte April wieder mehr Kälte bringen.

 

Gerade wegen des wolkigen und deutlich feuchteren Wetters scheinen Vulkanbesteigungen im Moment etwas schwierig. Wir haben aber für die nächsten beiden Wochen einiges davon auf dem Programm. Wer schon mal nachschauen will: Vulkan Lanín und Vulkan Villarica, bzw. die 6-tägige Villarica Traverse. Leider fehlen uns ein wenig die Ausweichtage für schlechtes Wetter – auch wir sind unter Zeitdruck 🙂 da wir bald in Santiago sein müssen. Den Grund verraten wir euch aber erst später.



4 03 2012

Im Folgenden geht es weiter mit dem Torres del Paine Circuit – jener 8-10-Tage-Wanderung, die wir letztens schon beinahe wegen schlechtem Wetter abgeschrieben haben:

 

Da sich das Wetter allerdings wieder gebessert hat, sind wir von El Chaltén noch einmal zurückgefahren. Wie ihr an den Bildern sehen werdet, hat sich der ganze wetterbedingte Umweg aber gelohnt. Am Ende hatten wir überall nur Sonne, wonach es anfangs gar nicht aussah.

Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es sofort nach Sonnenuntergang empfindlich kalt wird – wir nähern uns auch so langsam dem Ende der Sommersaison in Patagonien – und so hatten wir nachts nahe an und teilweise auch unter Null Grad.

 

Zusammengefasst haben wir inkl. zwei Sidetrips 7 Tage für die gesamte Rundwandung um das Torres del Paine Massiv benötigt, weil wir gerade bei dem schönen Wetter auch Einzeletappen zusammengelegt haben. Die Distanz betrug ca. 135 km bei insg. 3.100 Höhenmetern. Es war also ein überwiegend ebener Rundweg, von den Sidetrips abgesehen.

 

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Das Aufstehen um 5 Uhr hat sich dieses Mal gelohnt. Nach einer Stunde wandern mit Taschenlampe, ist dieser wolkenlose Sonnenaufgang einfach nur noch beeindruckend.

 

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Die tägliche Kulisse: ein immenses Bergmassiv von jeder Seite aus.

 

 

 

 

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Ein Sidetrip ins Valle Frances.

 

 

 

 

 

 

 

Hängegletscher gibt es überall am Massiv, die sich häufig durch lautstarke Eislavinenabgänge bemerkbar machen.

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Es folgen 1 1/2 Etappen durch das Brandgebiet von Januar diesen Jahres, wo man nur noch traurige Zerstörung vorfindet. Man läuft wie durch Mordor – eine feindliche, beklemmende, tote Natur, die aber auch überall kleine grüne Inseln beherbergt.

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Und schließlich endet die Zerstörung am Grey Gletscher mit dieser fantastischen Aussicht. Abends sitzen wir 2 Stunden im Sonnenuntergang an unserem Campingplatz mitten im Wald, noch etwas näher an dieser Kulisse. 

 

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Einer unserer Zeltplätze. Dieser war z.B. noch relativ ungeschützt vor Wind und Wetter. Die meisten anderen wurden nur direkt im Wald zwischen den Bäumen errichtet.

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 Waldcampingplatz.

 

 

 

 

 

 

Zwischenzeitlich durften wir am Ende langer Wanderungen auch solche Sonnenuntergänge bewundern:

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Hier ein kleiner Beweis – unsere gefrorenen Waschlappen -, dass trotz des schönen Wetters tagsüber das Campen nachts so kalt ist, wie Anfang April in Österreich beim Skifahren. Minus 2 Grad, morgens um 7 Uhr gemessen. Eis auf unseren Zelten hatten wir auch…

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…aber was macht das schon, wenn man noch in der roten Abendsonne ein kühles Bier genießen kann, bevor man die Zelte aufstellt.

 

 

 

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1 03 2012

So – wir sind wieder von unserer Torres del Paine Wanderung zurück. Mehr dazu gibt´s in ein bis zwei Tagen. In der Zwischenzeit warten wir noch auf weitere konkurrierende Schätzungen zu unserem Caipi-Gletscher-Quiz (s. letzter Eintrag)!! Die Frist wird verlängert bis Ende der Woche (4.3.). Das sah aber schon mal gar nicht verkehrt aus.

Wir weisen darauf hin, dass wir den ganzen Gletscher, auch unterhalb der Wasseroberfläche genommen haben…