26 05 2012

Die USA im Wandel?

Längst sind wir bei Marcel in San Francisco angekommen – darüber aber später mehr. Wir sehen dabei täglich Dinge, die man nicht unbedingt erwartet in den USA – und schon gar nicht in dieser Häufigkeit.

Dazu gehören Bio Diesel Tankstellen, meterweise Supermarktregale mit fettfreiem Joghurt, fettfreier Nachokäsedip, Milch oder andere Produkte, die mittlerweile von Kühen produziert werden, die vermutlich kein Gramm Fett an sich mehr haben dürfen. Sicherlich eine neuartige Genmanipulation 🙂 . Ebenso eine riesige einladende Obst- und Gemüseabteilung von der 1/4 „organic“ ist, Biowein, Bionüsse, Bio alles, frisch gepresste Säfte überall, KfZ so klein wie bei uns (wir haben momentan ein Pickup Upgrade als Leihwagen bekommen und fahren, das größte Auto bei uns in der Straße – das ist kein Witz!).

 

Das Beste aber sind wieder stabile Teebeutel. Ihr kennt das sicherlich, wenn man den Teebeutel mit der Schnur um den Löffel wickelt, um diesen auszuquetschen? Das hat in Südamerika fast nirgendwo funktioniert, da die Schnur nie gehalten hat. Ganz klarer Vorteil für die USA! Und wir können endlich wieder Teebeutel ausquetschen…



22 05 2012

Kulturschock invers!

Die Einreise in die USA hat uns gleich mehrere Schocks versetzt. Nach 4 Monaten Südamerika bedarf die Ankunft im Konsumland Nr 1 der Erde verständlicherweise zunächst wieder einer Eingewöhnungsphase.  Da hier bekanntermaßen alles XXL ist, fällt das direkt doppelt ins Gewicht, wenn man aus Bolivien oder Peru kommt, als aus Europa. Da wir durch die Bergsteigerei in den Anden rank und schlank geworden sind, passt Björn mittlerweile 3mal in so manchen Ami hinein, von Mareike ganz zu schweigen 🙂

Letzten Ends zeigt einem dieser vermutlich kurze Moment der Wiedergewöhnung an unsere ganze Konsumgesellschaft, wie unglaublich unterschiedlich sich Länder und Menschen entwickeln – was beeindruckend und gleichzeitig beängstigend wirkt, ob der Unterschiede wie Tag und Nacht. Hier gibt es sogar mittlerweile Internet im Greyhound Bus, in dem wir uns im Moment befinden, um nach San Francisco zu fahren. Kennt ihr noch die Zeiten, in denen das erste Kabelmodem geschrien und gerödelt hat?

 

Schon fast vergessen ist der Ärger von gestern abend, als uns der Zoll eine Extrabefragung verordnete, nur weil wir unsere Ausreisetickets nicht in Papierform sondern auf dem Laptop hatten. Dass man seinen Job kündigt und 8 Monate auf Reisen geht, konnten sie dem Gesichtsausdruck nach eh nicht verstehen. Vermutlich dachten sie auch noch, wir würden hier deshalb nach illegaler Beschäftigung suchen.



20 05 2012

Bye Bye Südamerika!

Unsere Hände zittern im Moment noch etwas vom Bayern Spiel. Verdient haben sie das jedenfalls nicht.

Gestern haben wir 12 Kilo Alpinmaterial inklusive Klamotten nach Hause verschickt, die wir ab sofort nicht mehr benötigen. Danach waren wir ein letztes Mal in Lima gut essen und haben zum Abschied auf ziemlich genau vier Monate Trekking, Cape Horn und Bergsteigen in Südamerika angestoßen.

Obwohl wir in den Sommermonaten der südlichen Hemisphäre hier waren, war es eigentlich die meiste Zeit kühl, kalt oder unglaublich kalt (letzteres dann v.a. nachts am Berg oder am Horn in Feuerland 🙂 ). Anhand der Bilder habt ihr das ja verfolgen können.

Auch wenn wir eigentlich noch gar nicht weg wollen, so ist doch Wärme das, wonach wir uns nun auch etwas sehnen. Seit den Fijis im Oktober haben wir jedenfalls keinen Strand mehr gesehen.



17 05 2012

Der Sport ist vorerst beendet. Wird es schwer fallen oder kribbelt es bald wieder?

Zurück in Huaraz bleiben uns von unseren Trekking Aktivitäten nur zwei riesige Säcke an Wäsche, die ein letztes Mal vom Staub der zurückgelegten Wege befreit werden wollen. Unsere Touren und auch unsere Anstrengungen sind hiermit vorläufig beendet, was nicht heißen soll, dass wir unsere Trekking-Klamotten bislang nicht gewaschen hätten 🙂 .

 

Seitdem wir im letzten Oktober auf den Fijis die Beine aus der Hängematte genommen haben, verging nie viel Zeit ohne dass wir nicht fahrradfahren, wandern, bergsteigen oder joggen waren. Wir sind froh, dass alles gut verlaufen ist, es keine Unfälle gab und wir jede Menge neue Erfahrungen gemacht haben.

 

Allen, die ein ähnlich sportliches Abenteuer planen, möchten wir gerne folgendes mitgeben:

Es ist absolut kein Hexenwerk, solange man immer wieder Pausen zur Regeneration einbaut; dabei geht es nicht nur um den Muskelkater, sondern auch um dauerhaft beanspruchte Sehnen und Gelenke. Die Reihenfolge sich zuerst auf dem Fahrrad fit zu strampeln, dann beim Wandern warm zu laufen und schlussendlich die Sache mit der Besteigung eines 6.000ers zu beenden, hat sich ganz bestimmt ausgezahlt.

Über diesen langen Zeitraum sportlich erhöht aktiv zu sein – und damit meinen wir auch öfters mal mehr als 4 Stunden am Tag –, bedeutet schließlich auch, dass man der Gefahr ausgesetzt ist, dass Verschleißerscheinungen auftreten können. Umso wichtiger war es, sich in aller Ruhe fit zu machen – im Vergleich zu einer nur kurzzeitig durchgeführten Einzelsportart. Insoweit hat alles geklappt, unsere Knie und Gelenke sind nicht überstrapaziert worden; vielmehr sogar – Mareike hat aufgrund einer Knieentzündung durch Joggen vor der Reise 1 ½ Jahre keinen Sport dieser Art betrieben und ist auf dem Fahrrad durch Kräftigung der Beinmuskulatur wieder gesundet. Das hatte zur Folge, dass sie überhaupt erst wieder einen Halbmarathon in Santiago mitlaufen konnte, woran vor der Reise nicht zu denken gewesen wäre. In diesem Fall war der Sport also besser als zig Mal erfolglose Krankengymnastik.

 

Ob es bald schon wieder unter den Füßen kribbeln wird – wir wissen es noch nicht. Jetzt warten wir zunächst in Lima auf unseren Weiterflug in die USA. Dort und während des letzten Ziels der Reise – des Segeltörns in der Karibik – ist ebenfalls keine sportliche Aktivität geplant. Um das Band aber nicht ganz zu durchschneiden, hat sich Björn bereits mit Gleichgesinnten aus der Heimat zum Köln-Marathon im Oktober angemeldet und Mareike liebäugelt auch schon mit dem Halbmarathon 🙂

Also – wer läuft sonst noch mit?



15 05 2012

Der Nevado Pisco (5.720m) – unsere nicht ganz gelungene, aber wunderschöne Abschlusstour

Auf der Flucht vor der schlechten Wettervorhersage für das kommende Wochenende beginnen wir bereits am letzten Mittwoch eine letzte 3-Tage-Tour zur Besteigung des Nevado Pisco. Es gibt natürlich auch noch jede Menge Trekking Touren hier, aber wir wollen die Cordillera Blanca noch gerne von oben sehen, bevor wir unsere Wanderschuhe für längere Zeit wieder an den Nagel hängen.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 078Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 081Für die Tour benötigen wir einen Guide, einen Pferdetreiber und drei Pferde, die uns jede Menge Gepäck ins Basislager auf 4.600m transportieren. Für uns bedeutet dieser erste Tag ebenfalls nicht unanstrengende 700m Aufstieg, wenn auch nur mit leichtem Tagesrucksack.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 106Außer uns sind noch nicht viele Bergsteiger im Camp. Im Juli soll es hier aber zugehen wie auf dem Münchner Oktoberfest. Da die Pferde wesentlich mehr tragen können als ein menschlicher Träger, haben wir ein hübsches Gemeinschaftszelt.

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 104Doch auch bei der weiteren Ausstattung und beim Essen kennt der Luxus unseres Touroperators offenbar keine Grenzen. Wir haben Stühle, einen Tisch samt Tischdecke und man beachte vor allem die Zuckerdose und das frisch selbstgemachte Popkorn. Es fehlt nur das Nutella zum Frühstück, dafür macht uns der Guide am Abend herrlich angebratene Forelle beträufelt mit Zitrone an Kartoffeln und frischen Karottenschnittchen 🙂

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 117Der Pisco im Mondschein und Sternenhimmel – Am nächsten Morgen geht es wie immer gegen 1:30 Uhr los. Der Chachani steckt uns noch in den Knochen und die Motivation hält sich beim x-ten Mal frühem Aufstehen in Grenzen. Die Aussicht auf die folgende 12-13 Stunden Tour bei über 1.200 zu überwindenden Höhenmetern führt dazu, dass sich bei Mareike die Beine bereits zu Beginn schon ziemlich kraftlos und die Schritte schwer anfühlen.

Die Tour beginnt mit der Durchquerung eines völlig von einer dicken Schicht Geröll bedeckten Gletschers. Dessen beiden Seitenmoränen bestehen wie bei Moränen üblich aus sehr lockerem Geröll, was die Sache im Dunkeln zusätzlich erschwert.

 

Als wir nach drei Stunden Gletscher- und Moränendurchquerung am Schneefeld und eigentlichen Beginn des Anstiegs auf den Pisco ankommen, müssen wir bereits einsehen, dass es für Mareike nicht weitergeht. Auch hier lernen wir dazu, dass man bei den Anstrengungen in dieser Höhe nicht „mal eben noch eine Abschiedstour“ gehen kann, wenn man nicht 100% mental davon überzeugt ist – und dann sowieso noch einen vorherigen Berg in den Beinen hat.

Da wir uns kurz vor dem wärmenden Sonnenaufgang befinden, ist es möglich, dass Mareike im sog. „Moränen Camp“ zurück bleibt. Die Steinebene ist im Moment leer, wird aber sonst auch zur Besteigung des Pisco und umliegender 6.000er benutzt.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 141Björn und der Guide steigen weiter auf dem Gletscher. Auf einem Hochplateau 200m unterhalb des Gipfels (5.720m) entscheidet sich Björn aber ebenfalls zur Umkehr. Zum einen soll Mareike nicht mehr als 4 Stunden bei der mittlerweile leicht aufziehenden Bewölkung warten müssen und zum anderen sind auch bei Björn Geist und Kraft stark strapaziert.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 156Das Ziel, von hier aus Teile der Cordillera Blanca von oben zu sehen, ist auch hier bereits erreicht. Die Sicht hätte sich nicht wesentlich verbessert, weil die umliegenden Bergketten aufgrund ihrer Höhe eh den Blick auf die restliche Cordillera versperren (die Umgebungsbilder sind bereits im letzten Eintrag zu sehen).

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 142

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 145Was zurück bleibt, ist ein in Watte gehüllter Pisco, mit einer Unmenge an zerklüfteten Gletscherspalten, die wir in sicherer Entfernung umgehen – einfach fantastisch anzusehen. Kurz vor dem Erreichen der Schneegrenze überholt uns noch ein irrer Ami aus Colorado, der hier mit seinen Skiern aufgestiegen ist, um eine Abfahrt zu genießen.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 181Am Moränen Camp, das trotz Bewölkung immer in einem kleinen wärmenden Sonnenloch lag, wartet Mareike und übernimmt sogar den kompletten Rucksack bei der folgenden Rückkehr, was Björn sehr entgegen kommt, der zuerst eine ordentliche Erholungspause braucht.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 179

Es geht zurück über die Moränen und den steinbedeckten Gletscher in der Mitte. Auch wenn der Rückweg nicht leichter ist, so ist doch der Anblick bei Tageslicht überwältigend. Zurück am Camp, wechseln wir ab zwischen schlafen, Tee, schlafen, den besten Bergspaghetti ever und wieder schlafen 🙂

 

Wir haben zwar gehofft, den Pisco ganz zu besteigen, aber wir sind mittlerweile froh, dass jeder nach seiner Kraft die Umkehr beschlossen hat. Wir sind – wie auch bei anderen Erlebnissen in dieser Höhe – einmal mehr beeindruckt, als wir erkennen, dass man auch vom Kopf her absolut willens sein muss, um oben anzukommen. Zu groß sind die Anstrengungen hier oben, als dass man eben noch eine Schlusstour auf einen Fünf-Siebener einschiebt 🙂 Wir sind allerdings auch froh diese Erfahrungen heute zu machen, wo wir Zeit für alles inkl. Erholung haben. Denn auch für uns sind Bolivien und Peru die ersten Erfahrungen über 4.000m überhaupt.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 233Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 248Die Bergwelt dort war es aber allemal wert, dass wir noch eine Tour dorthin gemacht haben. Und da unser Guide für eine sehr schmackhafte, ausgewogene und dennoch kalorienreiche Küche gesorgt hat, stehen wir die am dritten Tag folgende 5 Stunden Trekking Tour gut durch.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 290Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 298Die Abstiegstour geht ungleich dem Aufstieg zum Base Camp über einen Pass in ein Nebental, vorbei an der tiefblauen Laguna 69 und einigen hübschen Wasserfällen.

 

 

.



14 05 2012

So langsam wird es eng – das Ende unseres Südamerikaaufenthalts rückt immer näher.

Und so bleiben uns nach dem Chachani nur noch gute zwei Wochen bis zu unserem Weiterflug nach San Francisco. Zum Abschluss fahren wir nach Huaraz, gelegen zwischen der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca. Letztere ist ein beeindruckender 180km langer Gebirgszug der Anden, in dem über 22 Gipfel über 6.000m und über 50 Gipfel über 5.700m gelegen sind. Nicht verwunderlich, dass die Gegend um Huaraz ein Paradies für Hochalpinisten und Kletterer jeder Art ist.

 

Eine Autostunde weiter liegt Yungay, ein 18.000 Einwohner Örtchen, das eine traurige Geschichte zu erzählen hat. 1970 wurden vom Huascarán (6.768m), weltweit höchster Berg in den Tropen, 15 Millionen Kubikmeter Granit und Eis durch ein Erdbeben gelöst. Die dadurch entstehende Lawine bewegte sich mit rasender Geschwindigkeit über 14km auf Yungay zu und begrub alles unter sich.  Die heutige Gedenkstelle wird Campo Santa genannt und man baute Yungay daneben neu auf. Gewalten und Massen, die man sich nicht annähernd vorstellen kann.

 

Um euch aber v.a. die Schönheit dieser Bergwelt zu zeigen, haben wir folgende Bilder zusammengestellt, die wir überwiegend auf unserer folgenden Tour fotografiert haben (dazu im nächsten Eintrag mehr).

Huascaran (6.768m)

Huascaran (6.768m)

 

Perus höchster Berg und gleichzeitig höchster Berg in den Tropen.

 

 

 

 

Nevado Alpamayo (5.947m)

Nevado Alpamayo (5.947m)

 

Hier nur von Ferne, aber vom Deutschen Alpenverein gewählt zum schönsten Berg der Erde – noch vor dem Matterhorn.

 

 

 

Nevado Artesonraju (6.025m)

Nevado Artesonraju (6.025m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Chacaraju (6.112m)

Nevado Chacaraju (6.112m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Piramide de Garcilaso (5.885m)

Nevado Piramide de Garcilaso (5.885m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Pisco (5.752m)

Nevado Pisco (5.752m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Caras (5.720-6.025m)

Nevados de Caras (5.720-6.025m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Huandoy I (6.000-6.395m)

Nevados de Huandoy I (6.000-6.395m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Huandoy II (6.000-6.395m)

Nevados de Huandoy II (6.000-6.395m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado..

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 127

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 213

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wir möchten euch aber empfehlen, einmal auf folgende Website zu schauen: www.andesmadness.com

Die hier von einem Bergsteiger und Fotografen zusammengestellten Bilder übersteigen in ihrer Schönheit und Perfektion alles was wir jemals fotografiert haben. Und wenn ihr damit durch seid, bucht euch einfach den nächsten Flieger direkt hierher 🙂 Aber beeilt euch, denn auch hier sind die Gletscher durch die weltweite Erwärmung auf dem Rückzug.



5 05 2012

Da ist das Ding!! Unser gemeinsamer 6.000er – der Chachani (Arequipa, Peru).

 Nachdem Mareike am Huayna Potosi die 5.600er Marke partout nicht überschreiten wollte und Björn am Acotango krank markiert hat, haben wir die Chance am Chachani (6.075m) endlich gemeinsam genutzt: „die Kleene“ war nun auch ganz groß oben – am 4. Mai um 7 Uhr, nach 5 Stunden anstrengendem Aufstieg über ca. 875Hm!

 

Aber so ging die Tour los:

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 001

Ein Allrad Geländewagen, was keinesfalls übertrieben war, bringt uns von Arequipa auf 5.000m. Von dort aus geht es mit dem gesamten Gepäck zum Basis Camp auf 5.200m. Da es hier weder Hütte noch Wasser gibt, muss alles mitgeschleppt werden. Daher bedienen wir uns eines Trägers, der uns wenigstens einen Teil des Gepäcks abnimmt.

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 029

Übernachtet wird im Zelt. An dieser Stelle der bereits hundertste Dank an diejenigen, die uns die Daunenschlafsäcke zur Hochzeit geschenkt haben 🙂 Etwas nach uns trifft am Camp noch eine weitere größere Gruppe ein, die ebenfalls den Chachani besteigen möchte.

 

 

Da unser Guide bereits 6 Tage ununterbrochen Touren hinter sich hat und die Nacht vorher bis 2 Uhr gezecht hat, liegt er bereits flach und der Träger muss uns das Abendessen kochen. Um 18 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit wird es sofort kalt – also rein in den Schlafsack. Das Prozedere gleicht dem Potosi: um 1 Uhr nachts aufstehen, um 2 Uhr Aufbruch. Der Guide ist zu diesem Zeitpunkt aber wieder absolut fit.

 

Zunächst geht es über 400Hm Felsen bevor wir die Steigeisen anschnallen und vollends über Schnee zum Gipfel aufsteigen. Kurz vor Sonnenaufgang um 6 Uhr ist die kälteste Zeit. Wir spüren förmlich, wie uns die Kälte zusätzlich zur Anstrengung in der Höhe die letzte Energie entzieht.

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 052

 

Das ist die anstrengendste Zeit auf dem Weg zum Gipfel, bevor uns endlich die wärmenden Sonnenstrahlen treffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 056

 

Dann endlich – nach einer Kuppe – bekommen wir den Gipfel (ganz rechts außen) zu sehen und die letzte Wegstrecke dorthin.

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 077

 

Um 7 Uhr schließlich stehen wir auf dem Chachani (6.075m). Die Anstrengung ist für einen langen Moment vergessen. Wir haben es im dritten Anlauf gemeinsam auf einen 6.000er geschafft 🙂

 

  

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 083Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 084

 

 

 

 (man beachte Mareikes Schwebe-zustand 🙂 ) 

 

 

 

  

  

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 089

Nachdem die meiste Kraft für den Aufstieg bereits verbraucht war, wurden die 2 Stunden Abstieg zum Camp auch noch einmal zu einem echten Kraftakt. Zum ersten Mal haben wir Red Bull und die restlichen Gelpacks vom Marathon dabei, wovon Mareike ordentlich Gebrauch macht 🙂 Eine gute Erfahrung, so etwas auch in Zukunft bei solchen Touren mitzunehmen.

 

Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 106Weltreise_Teil 6 Peru_02_ 109Zurück im Camp gönnen wir uns das nächste Aufputschmittel: Eine kleine Flasche Champus, die ihren Weg bis hierhin gefunden hat. Es folgt aber immer noch der Weg hinunter zum Geländewagen – noch einmal 1 ½ Stunden mit vollem Gepäck.

Immerhin ist der Träger so nett und übernimmt Mareikes Rucksack komplett – was wir anschließend mit ordentlichem Trinkgeld begleichen. Da kann man fit sein, wie man will – die Typen hier (Träger oder Guides) sind eine Klasse für sich 🙂 Danke Jungs!!

 

Und so sieht der Chachani aus der Ferne von unserer Dachterrasse aus:

Weltreise_Teil 6 Peru_03_ 008Weltreise_Teil 6 Peru_03_ 004

 

 

 

 

.



1 05 2012

Dann wäre da noch, wie angekündigt, der Machu Picchu. Die Bilder kennt ihr sicherlich, hier seht ihr unsere, aber ohne weitere Kommentare. Genießt die Aussicht!

 

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 088Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 092

  

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 077

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 070

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 095

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 090

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_01_ 115

 

 

 

 

 

 

 

.



1 05 2012

Folgende Kuriositäten, die wir gestern und heute entdeckt haben, möchten wir euch keinesfalls vorenthalten.

Da wäre zum Einen ein Berg, steil und hoch wie die Anden hier eben sind, aus dessen Mitte völlig aus dem Nichts massive Wassermassen schießen und die, weil gerade kein Fluss in dieser Höhe verfügbar ist, direkt als Wasserfall 500m herunter purzeln. Leider konnten wir hiervon kein Bild machen, weil wir gerade im Bus unterwegs waren. Das sieht aus wie eine angebohrte Wasserleitung und wir fragen uns erstaunt, wer hat das Loch gebohrt und wer hat das Wasser angeschlossen? Und warum?

Zum Anderen wäre hier der Adrenalin getränkte Wasservogel, der sich am wirklich reißenden Gebirgsbach mitten durch Aguas Calientes, in die Fluten gestürzt hat und Canyoning in seiner spektakulärsten Form betrieb. Jedenfalls sahen wir einen dieser Höllenvögel, wie er sich teils tauchend, teils schnell schwimmend um die Felsen herum bugsierte und sich in halsbrecherischem Tempo flussabwärts bewegte. Das verdient unserer Ansicht nach das Prädikat „Wahnsinnskerl“!!