5 05 2012
Da ist das Ding!! Unser gemeinsamer 6.000er – der Chachani (Arequipa, Peru).
Nachdem Mareike am Huayna Potosi die 5.600er Marke partout nicht überschreiten wollte und Björn am Acotango krank markiert hat, haben wir die Chance am Chachani (6.075m) endlich gemeinsam genutzt: „die Kleene“ war nun auch ganz groß oben – am 4. Mai um 7 Uhr, nach 5 Stunden anstrengendem Aufstieg über ca. 875Hm!
Aber so ging die Tour los:

Ein Allrad Geländewagen, was keinesfalls übertrieben war, bringt uns von Arequipa auf 5.000m. Von dort aus geht es mit dem gesamten Gepäck zum Basis Camp auf 5.200m. Da es hier weder Hütte noch Wasser gibt, muss alles mitgeschleppt werden. Daher bedienen wir uns eines Trägers, der uns wenigstens einen Teil des Gepäcks abnimmt.

Übernachtet wird im Zelt. An dieser Stelle der bereits hundertste Dank an diejenigen, die uns die Daunenschlafsäcke zur Hochzeit geschenkt haben 🙂 Etwas nach uns trifft am Camp noch eine weitere größere Gruppe ein, die ebenfalls den Chachani besteigen möchte.
Da unser Guide bereits 6 Tage ununterbrochen Touren hinter sich hat und die Nacht vorher bis 2 Uhr gezecht hat, liegt er bereits flach und der Träger muss uns das Abendessen kochen. Um 18 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit wird es sofort kalt – also rein in den Schlafsack. Das Prozedere gleicht dem Potosi: um 1 Uhr nachts aufstehen, um 2 Uhr Aufbruch. Der Guide ist zu diesem Zeitpunkt aber wieder absolut fit.
Zunächst geht es über 400Hm Felsen bevor wir die Steigeisen anschnallen und vollends über Schnee zum Gipfel aufsteigen. Kurz vor Sonnenaufgang um 6 Uhr ist die kälteste Zeit. Wir spüren förmlich, wie uns die Kälte zusätzlich zur Anstrengung in der Höhe die letzte Energie entzieht.

Das ist die anstrengendste Zeit auf dem Weg zum Gipfel, bevor uns endlich die wärmenden Sonnenstrahlen treffen.

Dann endlich – nach einer Kuppe – bekommen wir den Gipfel (ganz rechts außen) zu sehen und die letzte Wegstrecke dorthin.

Um 7 Uhr schließlich stehen wir auf dem Chachani (6.075m). Die Anstrengung ist für einen langen Moment vergessen. Wir haben es im dritten Anlauf gemeinsam auf einen 6.000er geschafft 🙂


(man beachte Mareikes Schwebe-zustand 🙂 )

Nachdem die meiste Kraft für den Aufstieg bereits verbraucht war, wurden die 2 Stunden Abstieg zum Camp auch noch einmal zu einem echten Kraftakt. Zum ersten Mal haben wir Red Bull und die restlichen Gelpacks vom Marathon dabei, wovon Mareike ordentlich Gebrauch macht 🙂 Eine gute Erfahrung, so etwas auch in Zukunft bei solchen Touren mitzunehmen.

Zurück im Camp gönnen wir uns das nächste Aufputschmittel: Eine kleine Flasche Champus, die ihren Weg bis hierhin gefunden hat. Es folgt aber immer noch der Weg hinunter zum Geländewagen – noch einmal 1 ½ Stunden mit vollem Gepäck.
Immerhin ist der Träger so nett und übernimmt Mareikes Rucksack komplett – was wir anschließend mit ordentlichem Trinkgeld begleichen. Da kann man fit sein, wie man will – die Typen hier (Träger oder Guides) sind eine Klasse für sich 🙂 Danke Jungs!!
Und so sieht der Chachani aus der Ferne von unserer Dachterrasse aus:


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