19 06 2012

Vielen Dank fürs Lesen!!!

Wie erwähnt sind wir nun wieder gut daheim angekommen. Es fühlt sich im Moment noch etwas fremd an in Kölle, unsere Wohnung haben wir auf jeden Fall schon einmal heil angetroffen. Deutschland ist wie zu erwarten im Fußballfieber. Am Sonntagabend konnten wir wegen dem deutschen und portugiesischen Hupkonzert nicht schlafen und am Montag wegen dem italienisch-spanischen Hupkonzert nicht. Mal sehen, wer heute noch das Viertelfinale erreicht. Also alles im Lot zu Hause und anhand der immensen Renovierungsarbeiten an Kölner Fassaden müssen wir herauslesen, dass es Deutschland im Moment sehr gut geht. Auch die Bahn nach Euskirchen war direkt 15 Min. verspätet, also auch hier kein Grund zur Besorgnis.

 

Wir möchten uns bei all den Lesern unseres Blogs bedanken und wir freuen uns vor allem euch alle in nächster Zeit wiederzusehen. Und vielleicht überkommt es uns ja doch noch und wir schreiben die Reise noch etwas detaillierter in ein Buch 🙂 Im Moment warten aber viele andere Aufgaben auf uns…



17 06 2012

2 Wochen Abschluss Segeltörn in der Karibik

Die letzten zwei Wochen unserer Weltreise waren bereits gedanklich deutlich von dem bevorstehenden Ende geprägt. Insofern war es vermutlich das Beste, dass sich hierbei, umgeben von Freunden,  ein sanfter Übergang in unser altes Leben vollzog. Da wir mittlerweile wieder daheim sind, wird dieser Beitrag allerdings nicht mehr allzu umfangreich.

Als erstes – unser Boot: Leider haben wir, im Gegensatz zum letzen Mal, kein freies Upgrade für einen Riesen-Cat bekommen 🙁 Die Yang Tse, eine 42 Fuss Catana, war aber trotzdem ausreichend, wenngleich nicht ganz so schnell unterwegs. Martin ist dieses Jahr zum ersten Mal Kapitän und weil er im Vergleich zu den alten Haudegen Marcel, Björn und Mareike sehr nachsichtig war, wird er vermutlich von der Crew auch nächstes Jahr wieder gewählt 🙂

 

 

 

 

 

 

Die erste Woche – mit Halt auf Statia, St. Kitts, Montserat und Guadeloupe war begleitet von starkem Wind, teilweise bis fast 7 Windstärken. Das hat sich zwar in manchem Magen deutlich gemacht, aber uns nicht davon abgehalten, selbst unser Essen aus der See zu ziehen. Und so findet u.a. ein mehrere Kilogramm schwerer Großaugen Thunfisch, der herrliche Filetstücke für alle 8 Crewmitglieder hergibt, im zartrose Zustand den Weg über den Grill auf unsere Teller.

 

Damit Jogis Jungs auch keine Fehler machen, haben wir sie natürlich bei unserem Stopp auf Guadeloupe an der Hafenbar unterstützt.

 

 

 

 

 

 

Unser bevorzugtes Bordgetränk war der „Pain Killer“, ein Cocktail, den wir bei der letzten Fahrt von den BVIs mitgebracht haben. Wer es mal kosten will: 4 Teile Ananassaft, 1 Teil O-Saft, 2-3 Teile brauner Rum, etwas Kokoscreme und geriebene Muskatnuss. Schmeckt ausgezeichnet 🙂 !

 

 

 

 

In der zweiten Woche, die etwas ruhiger ablief und während der auch die Segeldistanzen nicht mehr ganz so lang waren (Antigua, Barbuda, St. Barth und zurück nach St. Martin), wurden Cocktails und Bier auch gerne in unserer Wasserbar serviert.

 

 

 

 

 

St. Barth hatte am vorletzten Tag noch ein besonderes Ereignis zu bieten: Über Nacht ist uns im Hafen von St. Barth einfach eine der beiden Schiffsschrauben abgefallen. Folglich wäre beinahe das Ablegen resp. das sofortige Wiederfestmachen schiefgegangen.  Am Ende hat aber alles geklappt und wir haben für den Zusatztag auf St. Barth sogar die Benzinkosten erlassen bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 06 2012

Zum Schluss ein Segeltörn durch die Leewards in der Karibik!

Mit dem heutigen Tag endet unser Aufenthalt in den USA bereits wieder. Unsere absolut letzte Station erreichen wir Samstag Mittag – die Karibik.

Dort treffen wir auf unsere Segelcrew, die uns dieses Jahr wieder für einen zweiwöchigen Törn die Treue hält. Gewissermaßen ist es das Vorabempfangskomitee, dass sich die Ehre gibt, uns bereits ab der Karibik nach Hause zu begleiten. Vielleicht steckt dahinter auch die Befürchtung, wir könnten es uns damit noch einmal überlegen 🙂

Wie dem auch sei, unsere Törnplanung sieht etwa folgendermaßen aus: St. Martin, Statia, Nevis, Guadeloupe, Antigua, Barbuda, St. Martin – für alle, die sich das mal auf Google Earth anschauen möchten.

 



1 06 2012

10 Tage mit Marcel rund um San Francisco

Wie schon im letzten Artikel erwähnt, hebt sich die Gegend von San Francisco deutlich ab und kommt mit sehr wenig Fast Food Läden und Sprit schluckenden Karossen aus.

Das hat uns aber nicht davon abgehalten, auf das kostenlose Upgradeangebot einzugehen. Und so waren wir diejenigen, die in Marcels Straße den größten Schlitten hatten – einen nagelneuen Chevi Silverado 🙂 !!

 

 

 

 

 

 

 

Naja – und obwohl wir mittlerweile die Schuhe an den Nagel gehängt haben – eine kleine 2-Tages-Tour haben wir dann doch noch gemacht…

 

 

 

…aber wer wollte schon diese Aussicht an der Point Reyes Nationalküste auslassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend wurde unter Windschutz der Kocher ein letztes Mal ausgepackt und einige saftig dicke Steaks und Spieße medium angebraten. Dazu haben wir eine Flasche guten Vino mitgeschleppt.

Ganz besonders beeindruckt hat uns eine Flasche mit Butterspray, die ebenfalls ihren Weg hierher gefunden hat.

In den nächsten Tagen folgten einige weitere Ausflüge.

Wer kennt sie nicht – die Golden Gate Bridge. Allerdings hat sie gerade ihren 75. Geburtstag als wir darüber fahren…

 

 

 

 

 

…und zu unseren Ehren hat Marcel noch einen Flugzeugträger engagiert, der ebenfalls in dem Moment unter uns durch fuhr. Dass die Jungs an Bord Spalier stehen, erklärt sich von selbst.

 

 

 

Neben einigen hervorragenden Restaurants und crazy Jazz Bars mit freaky Typen in der Umgebung, haben wir unsere Chance genutzt und nach Monaten der Konsumenthaltung unseren Reisekleiderschrank wieder etwas aufgepeppt.

 

Das war nicht etwa unsere Unterkunft in Berkeley noch Marcels Bude…

 

 

 

 

…diese geräumige Suite gehört vielmehr zu folgendem, hübsch gelegenen Hotel: Alcatraz – in dem auch Capone ein paar Jahre – bekanntermaßen wegen Steuerhinterziehung – verbracht hat. Vielleicht sollte man ähnliche abschreckende Maßnahmen in südlicheren EU-Ländern….nein, lieber nicht 🙂

 

 



26 05 2012

Die USA im Wandel?

Längst sind wir bei Marcel in San Francisco angekommen – darüber aber später mehr. Wir sehen dabei täglich Dinge, die man nicht unbedingt erwartet in den USA – und schon gar nicht in dieser Häufigkeit.

Dazu gehören Bio Diesel Tankstellen, meterweise Supermarktregale mit fettfreiem Joghurt, fettfreier Nachokäsedip, Milch oder andere Produkte, die mittlerweile von Kühen produziert werden, die vermutlich kein Gramm Fett an sich mehr haben dürfen. Sicherlich eine neuartige Genmanipulation 🙂 . Ebenso eine riesige einladende Obst- und Gemüseabteilung von der 1/4 „organic“ ist, Biowein, Bionüsse, Bio alles, frisch gepresste Säfte überall, KfZ so klein wie bei uns (wir haben momentan ein Pickup Upgrade als Leihwagen bekommen und fahren, das größte Auto bei uns in der Straße – das ist kein Witz!).

 

Das Beste aber sind wieder stabile Teebeutel. Ihr kennt das sicherlich, wenn man den Teebeutel mit der Schnur um den Löffel wickelt, um diesen auszuquetschen? Das hat in Südamerika fast nirgendwo funktioniert, da die Schnur nie gehalten hat. Ganz klarer Vorteil für die USA! Und wir können endlich wieder Teebeutel ausquetschen…



22 05 2012

Kulturschock invers!

Die Einreise in die USA hat uns gleich mehrere Schocks versetzt. Nach 4 Monaten Südamerika bedarf die Ankunft im Konsumland Nr 1 der Erde verständlicherweise zunächst wieder einer Eingewöhnungsphase.  Da hier bekanntermaßen alles XXL ist, fällt das direkt doppelt ins Gewicht, wenn man aus Bolivien oder Peru kommt, als aus Europa. Da wir durch die Bergsteigerei in den Anden rank und schlank geworden sind, passt Björn mittlerweile 3mal in so manchen Ami hinein, von Mareike ganz zu schweigen 🙂

Letzten Ends zeigt einem dieser vermutlich kurze Moment der Wiedergewöhnung an unsere ganze Konsumgesellschaft, wie unglaublich unterschiedlich sich Länder und Menschen entwickeln – was beeindruckend und gleichzeitig beängstigend wirkt, ob der Unterschiede wie Tag und Nacht. Hier gibt es sogar mittlerweile Internet im Greyhound Bus, in dem wir uns im Moment befinden, um nach San Francisco zu fahren. Kennt ihr noch die Zeiten, in denen das erste Kabelmodem geschrien und gerödelt hat?

 

Schon fast vergessen ist der Ärger von gestern abend, als uns der Zoll eine Extrabefragung verordnete, nur weil wir unsere Ausreisetickets nicht in Papierform sondern auf dem Laptop hatten. Dass man seinen Job kündigt und 8 Monate auf Reisen geht, konnten sie dem Gesichtsausdruck nach eh nicht verstehen. Vermutlich dachten sie auch noch, wir würden hier deshalb nach illegaler Beschäftigung suchen.



20 05 2012

Bye Bye Südamerika!

Unsere Hände zittern im Moment noch etwas vom Bayern Spiel. Verdient haben sie das jedenfalls nicht.

Gestern haben wir 12 Kilo Alpinmaterial inklusive Klamotten nach Hause verschickt, die wir ab sofort nicht mehr benötigen. Danach waren wir ein letztes Mal in Lima gut essen und haben zum Abschied auf ziemlich genau vier Monate Trekking, Cape Horn und Bergsteigen in Südamerika angestoßen.

Obwohl wir in den Sommermonaten der südlichen Hemisphäre hier waren, war es eigentlich die meiste Zeit kühl, kalt oder unglaublich kalt (letzteres dann v.a. nachts am Berg oder am Horn in Feuerland 🙂 ). Anhand der Bilder habt ihr das ja verfolgen können.

Auch wenn wir eigentlich noch gar nicht weg wollen, so ist doch Wärme das, wonach wir uns nun auch etwas sehnen. Seit den Fijis im Oktober haben wir jedenfalls keinen Strand mehr gesehen.



17 05 2012

Der Sport ist vorerst beendet. Wird es schwer fallen oder kribbelt es bald wieder?

Zurück in Huaraz bleiben uns von unseren Trekking Aktivitäten nur zwei riesige Säcke an Wäsche, die ein letztes Mal vom Staub der zurückgelegten Wege befreit werden wollen. Unsere Touren und auch unsere Anstrengungen sind hiermit vorläufig beendet, was nicht heißen soll, dass wir unsere Trekking-Klamotten bislang nicht gewaschen hätten 🙂 .

 

Seitdem wir im letzten Oktober auf den Fijis die Beine aus der Hängematte genommen haben, verging nie viel Zeit ohne dass wir nicht fahrradfahren, wandern, bergsteigen oder joggen waren. Wir sind froh, dass alles gut verlaufen ist, es keine Unfälle gab und wir jede Menge neue Erfahrungen gemacht haben.

 

Allen, die ein ähnlich sportliches Abenteuer planen, möchten wir gerne folgendes mitgeben:

Es ist absolut kein Hexenwerk, solange man immer wieder Pausen zur Regeneration einbaut; dabei geht es nicht nur um den Muskelkater, sondern auch um dauerhaft beanspruchte Sehnen und Gelenke. Die Reihenfolge sich zuerst auf dem Fahrrad fit zu strampeln, dann beim Wandern warm zu laufen und schlussendlich die Sache mit der Besteigung eines 6.000ers zu beenden, hat sich ganz bestimmt ausgezahlt.

Über diesen langen Zeitraum sportlich erhöht aktiv zu sein – und damit meinen wir auch öfters mal mehr als 4 Stunden am Tag –, bedeutet schließlich auch, dass man der Gefahr ausgesetzt ist, dass Verschleißerscheinungen auftreten können. Umso wichtiger war es, sich in aller Ruhe fit zu machen – im Vergleich zu einer nur kurzzeitig durchgeführten Einzelsportart. Insoweit hat alles geklappt, unsere Knie und Gelenke sind nicht überstrapaziert worden; vielmehr sogar – Mareike hat aufgrund einer Knieentzündung durch Joggen vor der Reise 1 ½ Jahre keinen Sport dieser Art betrieben und ist auf dem Fahrrad durch Kräftigung der Beinmuskulatur wieder gesundet. Das hatte zur Folge, dass sie überhaupt erst wieder einen Halbmarathon in Santiago mitlaufen konnte, woran vor der Reise nicht zu denken gewesen wäre. In diesem Fall war der Sport also besser als zig Mal erfolglose Krankengymnastik.

 

Ob es bald schon wieder unter den Füßen kribbeln wird – wir wissen es noch nicht. Jetzt warten wir zunächst in Lima auf unseren Weiterflug in die USA. Dort und während des letzten Ziels der Reise – des Segeltörns in der Karibik – ist ebenfalls keine sportliche Aktivität geplant. Um das Band aber nicht ganz zu durchschneiden, hat sich Björn bereits mit Gleichgesinnten aus der Heimat zum Köln-Marathon im Oktober angemeldet und Mareike liebäugelt auch schon mit dem Halbmarathon 🙂

Also – wer läuft sonst noch mit?



15 05 2012

Der Nevado Pisco (5.720m) – unsere nicht ganz gelungene, aber wunderschöne Abschlusstour

Auf der Flucht vor der schlechten Wettervorhersage für das kommende Wochenende beginnen wir bereits am letzten Mittwoch eine letzte 3-Tage-Tour zur Besteigung des Nevado Pisco. Es gibt natürlich auch noch jede Menge Trekking Touren hier, aber wir wollen die Cordillera Blanca noch gerne von oben sehen, bevor wir unsere Wanderschuhe für längere Zeit wieder an den Nagel hängen.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 078Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 081Für die Tour benötigen wir einen Guide, einen Pferdetreiber und drei Pferde, die uns jede Menge Gepäck ins Basislager auf 4.600m transportieren. Für uns bedeutet dieser erste Tag ebenfalls nicht unanstrengende 700m Aufstieg, wenn auch nur mit leichtem Tagesrucksack.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 106Außer uns sind noch nicht viele Bergsteiger im Camp. Im Juli soll es hier aber zugehen wie auf dem Münchner Oktoberfest. Da die Pferde wesentlich mehr tragen können als ein menschlicher Träger, haben wir ein hübsches Gemeinschaftszelt.

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 104Doch auch bei der weiteren Ausstattung und beim Essen kennt der Luxus unseres Touroperators offenbar keine Grenzen. Wir haben Stühle, einen Tisch samt Tischdecke und man beachte vor allem die Zuckerdose und das frisch selbstgemachte Popkorn. Es fehlt nur das Nutella zum Frühstück, dafür macht uns der Guide am Abend herrlich angebratene Forelle beträufelt mit Zitrone an Kartoffeln und frischen Karottenschnittchen 🙂

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 117Der Pisco im Mondschein und Sternenhimmel – Am nächsten Morgen geht es wie immer gegen 1:30 Uhr los. Der Chachani steckt uns noch in den Knochen und die Motivation hält sich beim x-ten Mal frühem Aufstehen in Grenzen. Die Aussicht auf die folgende 12-13 Stunden Tour bei über 1.200 zu überwindenden Höhenmetern führt dazu, dass sich bei Mareike die Beine bereits zu Beginn schon ziemlich kraftlos und die Schritte schwer anfühlen.

Die Tour beginnt mit der Durchquerung eines völlig von einer dicken Schicht Geröll bedeckten Gletschers. Dessen beiden Seitenmoränen bestehen wie bei Moränen üblich aus sehr lockerem Geröll, was die Sache im Dunkeln zusätzlich erschwert.

 

Als wir nach drei Stunden Gletscher- und Moränendurchquerung am Schneefeld und eigentlichen Beginn des Anstiegs auf den Pisco ankommen, müssen wir bereits einsehen, dass es für Mareike nicht weitergeht. Auch hier lernen wir dazu, dass man bei den Anstrengungen in dieser Höhe nicht „mal eben noch eine Abschiedstour“ gehen kann, wenn man nicht 100% mental davon überzeugt ist – und dann sowieso noch einen vorherigen Berg in den Beinen hat.

Da wir uns kurz vor dem wärmenden Sonnenaufgang befinden, ist es möglich, dass Mareike im sog. „Moränen Camp“ zurück bleibt. Die Steinebene ist im Moment leer, wird aber sonst auch zur Besteigung des Pisco und umliegender 6.000er benutzt.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 141Björn und der Guide steigen weiter auf dem Gletscher. Auf einem Hochplateau 200m unterhalb des Gipfels (5.720m) entscheidet sich Björn aber ebenfalls zur Umkehr. Zum einen soll Mareike nicht mehr als 4 Stunden bei der mittlerweile leicht aufziehenden Bewölkung warten müssen und zum anderen sind auch bei Björn Geist und Kraft stark strapaziert.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 156Das Ziel, von hier aus Teile der Cordillera Blanca von oben zu sehen, ist auch hier bereits erreicht. Die Sicht hätte sich nicht wesentlich verbessert, weil die umliegenden Bergketten aufgrund ihrer Höhe eh den Blick auf die restliche Cordillera versperren (die Umgebungsbilder sind bereits im letzten Eintrag zu sehen).

 

 

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Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 145Was zurück bleibt, ist ein in Watte gehüllter Pisco, mit einer Unmenge an zerklüfteten Gletscherspalten, die wir in sicherer Entfernung umgehen – einfach fantastisch anzusehen. Kurz vor dem Erreichen der Schneegrenze überholt uns noch ein irrer Ami aus Colorado, der hier mit seinen Skiern aufgestiegen ist, um eine Abfahrt zu genießen.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 181Am Moränen Camp, das trotz Bewölkung immer in einem kleinen wärmenden Sonnenloch lag, wartet Mareike und übernimmt sogar den kompletten Rucksack bei der folgenden Rückkehr, was Björn sehr entgegen kommt, der zuerst eine ordentliche Erholungspause braucht.

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Es geht zurück über die Moränen und den steinbedeckten Gletscher in der Mitte. Auch wenn der Rückweg nicht leichter ist, so ist doch der Anblick bei Tageslicht überwältigend. Zurück am Camp, wechseln wir ab zwischen schlafen, Tee, schlafen, den besten Bergspaghetti ever und wieder schlafen 🙂

 

Wir haben zwar gehofft, den Pisco ganz zu besteigen, aber wir sind mittlerweile froh, dass jeder nach seiner Kraft die Umkehr beschlossen hat. Wir sind – wie auch bei anderen Erlebnissen in dieser Höhe – einmal mehr beeindruckt, als wir erkennen, dass man auch vom Kopf her absolut willens sein muss, um oben anzukommen. Zu groß sind die Anstrengungen hier oben, als dass man eben noch eine Schlusstour auf einen Fünf-Siebener einschiebt 🙂 Wir sind allerdings auch froh diese Erfahrungen heute zu machen, wo wir Zeit für alles inkl. Erholung haben. Denn auch für uns sind Bolivien und Peru die ersten Erfahrungen über 4.000m überhaupt.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 233Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 248Die Bergwelt dort war es aber allemal wert, dass wir noch eine Tour dorthin gemacht haben. Und da unser Guide für eine sehr schmackhafte, ausgewogene und dennoch kalorienreiche Küche gesorgt hat, stehen wir die am dritten Tag folgende 5 Stunden Trekking Tour gut durch.

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 290Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 298Die Abstiegstour geht ungleich dem Aufstieg zum Base Camp über einen Pass in ein Nebental, vorbei an der tiefblauen Laguna 69 und einigen hübschen Wasserfällen.

 

 

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14 05 2012

So langsam wird es eng – das Ende unseres Südamerikaaufenthalts rückt immer näher.

Und so bleiben uns nach dem Chachani nur noch gute zwei Wochen bis zu unserem Weiterflug nach San Francisco. Zum Abschluss fahren wir nach Huaraz, gelegen zwischen der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca. Letztere ist ein beeindruckender 180km langer Gebirgszug der Anden, in dem über 22 Gipfel über 6.000m und über 50 Gipfel über 5.700m gelegen sind. Nicht verwunderlich, dass die Gegend um Huaraz ein Paradies für Hochalpinisten und Kletterer jeder Art ist.

 

Eine Autostunde weiter liegt Yungay, ein 18.000 Einwohner Örtchen, das eine traurige Geschichte zu erzählen hat. 1970 wurden vom Huascarán (6.768m), weltweit höchster Berg in den Tropen, 15 Millionen Kubikmeter Granit und Eis durch ein Erdbeben gelöst. Die dadurch entstehende Lawine bewegte sich mit rasender Geschwindigkeit über 14km auf Yungay zu und begrub alles unter sich.  Die heutige Gedenkstelle wird Campo Santa genannt und man baute Yungay daneben neu auf. Gewalten und Massen, die man sich nicht annähernd vorstellen kann.

 

Um euch aber v.a. die Schönheit dieser Bergwelt zu zeigen, haben wir folgende Bilder zusammengestellt, die wir überwiegend auf unserer folgenden Tour fotografiert haben (dazu im nächsten Eintrag mehr).

Huascaran (6.768m)

Huascaran (6.768m)

 

Perus höchster Berg und gleichzeitig höchster Berg in den Tropen.

 

 

 

 

Nevado Alpamayo (5.947m)

Nevado Alpamayo (5.947m)

 

Hier nur von Ferne, aber vom Deutschen Alpenverein gewählt zum schönsten Berg der Erde – noch vor dem Matterhorn.

 

 

 

Nevado Artesonraju (6.025m)

Nevado Artesonraju (6.025m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Chacaraju (6.112m)

Nevado Chacaraju (6.112m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Piramide de Garcilaso (5.885m)

Nevado Piramide de Garcilaso (5.885m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado Pisco (5.752m)

Nevado Pisco (5.752m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Caras (5.720-6.025m)

Nevados de Caras (5.720-6.025m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Huandoy I (6.000-6.395m)

Nevados de Huandoy I (6.000-6.395m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevados de Huandoy II (6.000-6.395m)

Nevados de Huandoy II (6.000-6.395m)

 

 

 

 

 

 

 

Nevado..

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 127

 

 

 

 

 

 

Weltreise_Teil 6 Peru_04_ 213

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wir möchten euch aber empfehlen, einmal auf folgende Website zu schauen: www.andesmadness.com

Die hier von einem Bergsteiger und Fotografen zusammengestellten Bilder übersteigen in ihrer Schönheit und Perfektion alles was wir jemals fotografiert haben. Und wenn ihr damit durch seid, bucht euch einfach den nächsten Flieger direkt hierher 🙂 Aber beeilt euch, denn auch hier sind die Gletscher durch die weltweite Erwärmung auf dem Rückzug.